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Schwimmkurse sind schnell ausgebucht

Ob jetzt im Urlaub oder zu Hause, im Freien oder drinnen: Schwimmengehen ist angesagt und vor allem bei Kindern und Jugendlichen sehr beliebt. Damit verbindet sich für alle, die schwimmen oder es lernen wollen, allerdings auch immer ein Ertrinkungsrisiko. Laut DLRG-Statistik wurden im vergangenen Jahr 477 tödliche Badeunfälle verzeichnet.

Als Ursachen nennt die DLRG schlechte Schwimmfähigkeit, gepaart mit höherer Risikobereitschaft und leichtsinnigem Verhalten von Badegästen und Wassersportlern. Ertrinken ist nach Verkehrsunfällen die zweithäufigste Todesursache bei Kindern.

Darum ist Schwimmenlernen wichtig - und zwar so früh wie möglich. Es ist nicht nur lebenswichtig, sondern es fördert auch die kindliche Entwicklung, unterstützt das Selbstbewusstsein und stärkt die Selbstständigkeit. Wie, wann und wo sollte also nun mit dem Schwimmunterricht begonnen werden? Laut DLRG kann man Kinder ab der zwölften Lebenswoche bereits im Rahmen von Babyschwimmkursen an den Aufenthalt im Wasser gewöhnen, um eine gute Voraussetzung für das spätere Schwimmen zu schaffen.

Solche Kurse gibt es auch im Altkreis Wittlage. So bietet der TuS Bad Essen im Hallenbad Lintorf einen Wassergewöhnungskurs an, der sich an Eltern mit Mädchen und Jungen im Kindergartenalter und davor richtet (wir berichteten). Der nächste Durchgang startet im Frühherbst.

Schon ab fünf Jahren ist ein Kind fähig, die Arm- und Beinbewegungen des Brustschwimmens zu erlernen. Im Schulunterricht ist Schwimmen nicht zwingend fester Bestandteil und meist abhängig von der dafür ausgebildeten Lehrkräfteanzahl sowie den Kapazitäten in Schwimmbädern. Die Letzteren sind meist knapp; in die Hallenbäder in Bohmte und Lintorf kommen nicht nur Schulklassen aus dem Altkreis Wittlage, sondern auch Schülerinnen und Schüler aus Melle, Buer, Gesmold oder Riemsloh. Zum Transport der Kinder werden so genannte Schwimmbusse eingesetzt. Meist kann Schulschwimmen erst ab der dritten Klasse angeboten werden. Mit einer Klasse mit 25 oder mehr Kindern ist es für einen Lehrer jedoch nur schwer möglich, sich intensiv um einen Nichtschwimmer zu kümmern.

Zu diesem Zweck wurden in letzter Zeit die so genannten pädagogischen Mitarbeiter im Schwimmunterricht eingeführt, die die Lehrkraft entlasten sollen. In den Hallenbädern in Bohmte und Lintorf bieten die Schwimmmeister Kurse an, und zwar in Blöcken à drei Wochen mit je zwölf Unterrichtsstunden. Die nächsten Kurse fangen im September an, sind jedoch zum Großteil schon ausgebucht. Für Januar nächsten Jahres sind noch Plätze im Hallenbad Lintorf frei, wie Schwimmmeister Günter Huge informierte. Die Teilnahme an einem Kurs kostet 38,50 Euro (zuzüglich Eintritt) pro Kind.

Im Hallenbad Bohmte beträgt die Wartezeit für einen Platz im Schwimmkurs sogar ein Jahr, wie Mitarbeiterin Angelika Killmann berichtet. Der Kurs ist für die Kinder jedoch erst dann beendet, wenn sie sicher schwimmen können, und kostet 52 Euro (plus Eintritt). Erwachsenenschwimmkurse werden in Bohmte je nach Bedarf angeboten, Kostenpunkt 80 Euro plus Eintrittsgelder.


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