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Steuern sprudeln wie vor der Krise Haushalt Lähden wieder ausgeglichen

Von Tobias Böckermann

Lähden. Wirtschaftskrise war gestern: In der Gemeinde Lähden stehen die Zeichen wieder auf Aufschwung. Der Haushalt für das laufende Jahr kommt ohne neue Schulden aus und sieht neben Investitionen sogar einen Abbau einiger Verbindlichkeiten vor.

Der Gemeinderat Lähden hat angesichts der Zahlen, die Gemeindedirektor Ludwig Pleus und Kämmerer Günter Bölscher präsentierten, der Haushaltssatzung gerne und einmütig zugestimmt. Der Verwaltungshaushalt sieht Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 2,525 Millionen Euro vor, der Vermögenshaushalt ist bei 604700 Euro ebenfalls ausgeglichen. Die Hebesätze für die Grundsteuern und die Gewerbesteuer werden nicht verändert.

Lähdens Bürgermeister Bernd van der Ahe erinnerte daran, dass man 2010 mit einem Fehlbetrag von 396000 Euro gerechnet habe. Am Ende sei sogar ein kleiner Überschuss erwirtschaftet worden, was zeige, dass die Erholung schon 2010 voll eingesetzt habe. Der Schuldenstand sei so niedrig wie in den letzten 15 Jahren nicht mehr, mit sechs Hektar Bauland und zehn Hektar freien Gewerbeflächen sei man zudem für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

Das bestätigte Ludwig Pleus, betonte aber, weitere Sparanstrengungen seien nötig. Im vergangenen Jahr hatte es noch Einsparungen bei freiwilligen Leistungen gegeben, und der Rat verzichtete zum Beispiel auf 25 Prozent der Sitzungsgelder.

2011 wird die Gemeinde unter anderem 308500 Euro für den Bau eines Kreisverkehrs mit Bushaltestelle und 130000 Euro für die Erschließung des Baugebietes Osterschlag ausgegeben. Um rund 67000 Euro soll der Schuldenstand sinken, derzeit liegt er bei 273 Euro pro Einwohner.

Hauptgrund für die verbesserte Finanzsituation der Gemeinde sind die steigenden Steuereinnahmen. In diesem Jahr werden allein 854000 Euro an Gewerbesteuern erwartet, im vergangenen Jahr rechnete man noch mit nur der Hälfte. Insgesamt sollen die Steuern 2,27 Millionen Euro betragen nach 1,8 Millionen im Jahr 2010.

Vertreter von CDU (Martin Feldmeier) und SPD (Ulrich Ostermann) stimmten im Namen ihrer Fraktionen zu.