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Schalke akzeptiert DFB-Strafe – „Tür für Farfan offen“ Jones: Sperre bis zum 1. März

Von dpa

Doha. Für Schalke 04 ist es „ein sportlicher Schlag in die Magengrube“: Jermaine Jones wird hart bestraft und steht der Mannschaft von Chefcoach Huub Stevens wegen seines absichtlichen Pokal-Tritts auf den Fuß des Mönchengladbachers Marco Reus bis einschließlich 1. März nicht zur Verfügung.

Der Bundesligist akzeptierte am Donnerstag in seinem Trainingslager in Doha die vom Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) beantragte Sperre. In diesen Zeitraum fallen sechs Erstligapartien der Gelsenkirchener. „Wir haben uns noch einmal intensiv beraten und beraten lassen, alle Möglichkeiten abgewogen, das Urteil noch einmal zu unseren Gunsten zu beeinflussen – aber die Chancen sind gleich null“, sagte Manager Horst Heldt. Das Ergebnis löste bei den Schalkern „alles andere als Begeisterung“ aus, erklärte der Club, der zumindest eine positive Nachricht auf Lager hatte: Mit Joel Matip verlängerten die „Knappen“ den Vertrag vorzeitig bis 2016.

Derweil drehte Jefferson Farfan mit sehnsüchtigem Blick auf die kickenden Kollegen einsam seine Laufrunden. Der Nationalspieler aus Peru muss nach seiner Knieverletzung zunächst noch allein für sein Comeback arbeiten und schwitzen. Die Zeichen stehen eher auf Trennung, nachdem die Schalker ihr Vertragsangebot zurückgezogen haben. Zugleich wurden überzogene Forderungen des 27-Jährigen publik. Für Heldt ist ein ablösefreier Wechsel Farfans am Saisonende keineswegs fix. „Im Fußball kann viel passieren. Die Tür ist nach wie vor nicht zu, sondern offen“, erklärte Heldt.

Heldt bemühte sich, die Wogen zu glätten. „Es ist vollkommen legitim, dass Jeff unser Angebot gegenprüft. Es ist sein letzter großer Vertrag. Er macht sich Gedanken. Unser Angebot zurückzuziehen war auch legitim. Das heißt nicht, hier ist Streit, und es ist alles vorbei“, schilderte Heldt. Er habe „dem Berater signalisiert, dass wir nach wie vor gesprächsbereit sind“.