zuletzt aktualisiert vor

SV Meppen II mit Aufstiegsmöglichkeiten — In Papenburg soll der Ball weiterrollen Licht und Schatten bei den Oberliga-Frauen

Von Tobias Ahrens

Meine Nachrichten

Um das Thema Vermischtes Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


toba Emsland. Etwas mehr als die Hälfte der zu absolvierenden Spielzeit ist in der Frauen-Fußballoberliga bereits gespielt worden. Die fünf emsländischen Teams können sich in der Winterpause an eine wechselhafte Hinrunde erinnern. Dabei darf die Zweitvertretung des SV Meppen sogar als Spitzenreiter auf die Verfolgergruppe blicken.

„Für uns kam die Tabellenführung eigentlich noch zu früh“, ärgert sich Meppens Trainer Siggi Scheel schon fast über die gelungene Überraschung im letzten Spiel des Jahres, als seine Elf an Ligaprimus Jesteburg vorbeizog. In besonderer Weise darf dabei an das torreiche 5:5-Unentschieden im Stadtderby gegen Union Meppen zurückgeblickt werden. Bis zum Rückrundenstart am 4. März wird der SVM mit einem Zähler Vorsprung auf dem Aufstiegsplatz verbleiben. Dazu durfte im Niedersachsenpokal der Einzug ins Halbfinale bejubelt werden.

Auf die kleinste Schwäche des Spitzenreiters wird Heidekraut Andervenne warten. Der Drittplatzierte hat im Laufe der Saison einen enormen Formschub erhalten und sich nach einem katastrophalen Saisonstart in die Spitzengruppe geschossen. „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen“, riet Coach Gerd Leugers seiner Elf nach einem 0:3 in Anderlingen im September. Diese Mentalität scheint sich bewährt zu haben, holte man anschließend beachtliche acht Siege aus zehn Spielen.

Die meisten Auswärtsspiele gewann hingegen Union Meppen. Nach den ersten 13 Partien rangieren die Damen von Trainer Alexander Hambach auf einem respektablen fünften Platz. „Wir sind dennoch froh, dass die Winterpause kommt“, zeigte Hambach nach der letzten Begegnung, dass es noch einiges aufzuarbeiten gilt – und die Verletzten sehnlichst zurück erwartet werden.

Einen ähnlichen Saisonverlauf kann die FSG Twist aufweisen. Nach den letzten Partien pendelte sich die Mannschaft von Spielertrainerin Tina Wewers im Mittelfeld der Tabelle ein. „Unser Saisonziel sollte ein vierter Platz sein“, hängt Wewers die Latte für ihre Mitstreiterinnen dennoch hoch.

Eine Schippe drauflegen wird indes die Devise für BW Papenburg lauten. Nachdem die Mannschaft nicht ein einziges Mal in dieser Saison die Abstiegsplätze verlassen hat und gegen Piesberg nicht antrat, gab der 2:1-Sieg über Jesteburg spürbaren Auftrieb. Dennoch hat Thomas Uwelius vor der Winterpause seinen Trainerstuhl geräumt und konnte im letzten Jahr keine Auskünfte über die Zukunft der blau-weißen Damen geben. „Wir spielen in jedem Fall weiter, um nicht erneut in der Kreisklasse zu beginnen“, lautet nun die Aussage von Obmann Willi Hanneken, der jedoch noch keinen neuen Trainer bekannt geben wollte. Die Mannschaft wird wohl erneut zahlreiche Jugendspielerinnen in die Pflicht nehmen müssen.

Die Oberliga-Damen starten am Sonntag, 4. März, in die Rückrunde. Der SV Meppen II reist zum SV Kettenkamp, die FSG Twist empfängt den Piesberger SV, und Union Meppen genießt gegen die SG Anderlingen/Byhusen Heimrecht. Das Emsland-Derby zwischen Blau-Weiß 94 Papenburg und dem SV Heidekraut Andervenne wurde auf den 5. April verlegt.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN