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Spelle stapelt tief mit neuem Trainer – Lohne greift an – Umbruch in Leschede „Drinbleiben ist das Wichtigste“

Von Thorin Mentrup

Emsland. Am 24. September schlagen die Volleyballer auf zur neuen Punktspielsaison. Zehn Teams aus der Region baggern, pritschen und schmettern in den höheren Ligen um Punkte.

Oberliga, Damen: Das beste emsländische Team in der vergangenen Saison war der SC Spelle-Venhaus als Fünfter. Diese Saison geht es mit dem neuen Trainer Manfred Heeger in der Oberliga um den Klassenerhalt.

„Drinbleiben ist das Wichtigste“, schraubt Heeger, der seit Anfang Mai das Team betreut, die Erwartungen herunter. Heeger trainierte zuletzt den SC Hörstel. Das größte Problem ist der kleine Kader. Momentan stehen Heeger nur acht Spielerinnen zur Verfügung. „Das ist eigentlich zu wenig“, sagt er. Spielerinnen wie Nicole Röper oder Andrea Uphus waren in den vergangenen Jahren wichtige Stützen für den SCSV. Jetzt fehlen sie. Die routinierte Astrid Cremer (34 Jahre) und die jungen Luisa Berger (17) und Jennifer Kulüke (16) müssen in die Bresche springen. Angesichts der angespannten Personalsituation setzt Heeger auf Teamgeist. „Wir müssen über die Geschlossenheit was reißen.“ Große Sprünge erwartet Heeger erst in den kommenden Jahren. „Ich sehe das hier nicht als Ein-Jahres-Projekt“, will er beim SCSV langfristig was bewegen. Dafür wäre der Verbleib in der Oberliga ganz wichtig.

Union Lohne hat sich nach dem Klassenerhalt in der vergangenen Saison einen Platz im oberen Tabellendrittel als Ziel gesetzt. Auf den sechsten Rang soll jetzt also mindestens der dritte folgen. Das Team ist bis auf Carina Schröder zusammengeblieben. Katharina Altendeitering pausiert noch bis Oktober. Sophia Hofschröer und Rebecca Albers sollen die Lücke schließen. Luisa Lüpken, die sonst in der dritten Mannschaft in der Bezirksliga zum Einsatz kommt und bereits einmal pro Woche mit der „Ersten“ trainiert, könnte mit dem Jugendspielrecht erste Einsätze in der Oberliga bekommen. Nach ihrer Babypause ist Nicole Janßen wieder eine Option für das Trainertrio Pia Altendeitering, Silke Brüning und Monika Herbers.

Verbandsliga, Damen: Vor zwei Jahren hatte der FC Leschede am letzten Spieltag der Oberliga-Saison den Klassenerhalt in Spelle geschafft, in der vergangenen Serie stieg er jedoch in die Verbandsliga ab. Jetzt steht der Mannschaft von Marita Löcken ein Umbruch bevor. Dabei setzt der FCL auf die Jugend. So verstärken die 15-jährige Ida-Hendrike Lohaus und die 17-jährige Jana Meyring das ohnehin junge Team, dessen Ziel der Klassenerhalt ist.

Auch der TV Meppen stellt keine Aufstiegsansprüche. Das Team von Rainer Wahmes kämpft damit, dass ausbildungs- und berufsbedingt der Kader nicht ständig komplett zur Verfügung steht. So hoffen die Kreisstädterinnen auf einen gesicherten Mittelfeldplatz.

Alemannia Salzbergen legt erneut großen Wert auf Erfahrung. Vier Akteurinnen sind 40 Jahre oder älter. Verstärkt hat sich das Team von Trainer Andreas Leifeling vor allem mit jungen Akteurinnen. Diese Mischung soll den Klassenerhalt schaffen.

Landesliga, Damen: Nach dem Abstieg aus der Verbandsliga startet Union Lohne II mit großen Ambitionen in die Landesliga. Das Trainerduo Erwin Feldschnieders und Bernd Reitz peilt den Wiederaufstieg an. Das Selbstbewusstsein ist groß: Die Lohner nennen sich selbst als Aufstiegsfavoriten.

So weit geht Lathens Trainer Dieter Jansen nicht. Mit den Rückkehrerinnen Maria Gerdelmann, Sabrina Röben und Sonja Bruns wollen die Nordemsländer oben mitspielen.

Mit einer makellosen Bilanz aus 16 Siegen in 16 Spielen schaffte der MTV Lingen den Aufstieg in die Landesliga. In der neuen Klasse streben Jennifer Gödde und Co. erst einmal den Klassenerhalt an. Mit der Aufstiegseuphorie sollte das drin sein.

Auch Leschedes „Zweite“ will den Verbleib in der Landesliga schaffen. Die Trainer Berthold Trepohl und Ralf Depker müssen die Jugendspielerinnen Nina Wilbers, Laura Wisse und Elisa Wulkotte integrieren. Sie ersetzen das Trio, das die erste Mannschaft verstärkt.

Landesliga, Herren: Union Lohne stellt mit über 360 Mitgliedern die größte Volleyballabteilung der Grafschaft Bentheim. Dennoch kämpft das einzige Herrenteam mit Nachwuchsproblemen. Daher stecken die Unioner ihre Ziele nicht mehr so hoch wie noch im Vorjahr. Mit ihrer Erfahrung wollen sie aber eine gute Rolle in der Landesliga spielen und sich in der oberen Tabellenhälfte festsetzen.


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