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De Zordo: Weltrekord für Linkshänder Nobody „Zorro“ als Speerspitze

Von dpa

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Große Freude: Speerwerfer Matthias de Zordo. Foto: dpaGroße Freude: Speerwerfer Matthias de Zordo. Foto: dpa

dpa Barcelona. Als „Zorros“ Speer bei 87,81 Metern gestochen hatte, jubelte der jugendliche Held über den „Weltrekord für Linkshänder“ – und später über Sensations-Silber. Es waren zwar Leichtathletik-Europameisterschaften, doch Matthias de Zordo hätte an diesem Samstagabend in Barcelona die ganze Welt umarmen können.

„Ich kann’s nicht glauben. Ich werd wahnsinnig! Dass ich meine Bestleistung noch mal toppen kann, hätte ich heute Morgen nicht gedacht. Da hatte ich noch schwere Beine“, sagte der deutsche Meister aus Saarbrücken, der mit 22 Jahren eine große Zukunft vor sich hat.

Erst mit 18 hatte sich „Zorro“, wie ihn seine Freunde und Teamkollegen rufen, für die Leichtathletik entschieden. Bis dahin war er ein guter Handballer, hatte bis zur A-Jugend in der Oberliga gespielt. Vom Handball kommt der „schnelle Arm“ – und der Wechsel hat sich gelohnt: Im EM-Finale steigerte der Sportsoldat seine Bestleistung gleich um 3,43 Meter. Und staunte über sich selbst. „Ich find das immer noch unfassbar, was ich da heute geleistet habe. Es hat alles gepasst , sagte die neue „Speerspitze“ des Deutschen Leichtathletik-Verbandes.

Nur Olympiasieger Andreas Thorkildsen war im Olympiastadion von 1992 mit 88,37 Metern besser als der auf internationaler Bühne noch unbekannte de Zordo. Der Norweger kennt den Deutschen sehr wohl, denn de Zordo hatte den Lokalmatador im Juni ausgerechnet bei der Team-EM in Bergen geschlagen.

Fassungslos über den „großen Wurf“ war auch sein Trainer Boris Henry. „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Einen EM-Wettkampf auf so hohem Niveau habe ich noch nie erlebt“, meinte der frühere Weltklasse-Speerwerfer.


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