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Die Iburg lag und liegt ihm am Herzen

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Der neue Ehrenbürger Erwin Uhrmacher trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Bad Iburg ein. Mit auf dem Foto seine Frau Margarethe, Bürgermeister Drago Jurak und Dr. Peter Königfeld (rechts). Foto: Elvira PartonDer neue Ehrenbürger Erwin Uhrmacher trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Bad Iburg ein. Mit auf dem Foto seine Frau Margarethe, Bürgermeister Drago Jurak und Dr. Peter Königfeld (rechts). Foto: Elvira Parton

Mit einem Festakt im Rittersaal des Schlosses wurde Erwin Uhrmacher die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bad Iburg verliehen. Dem langjährigen Leiter des Staatshochbauamts Osnabrück wurde die Auszeichnung wegen seines jahrzehntelangen Einsatzes für die Erhaltung und Res taurierung der Iburg verliehen.

Dort, wo am besten die Einwirkung des neuen Ehrenbürgers zu sehen ist, im barocken Rittersaal der Iburg, hatten sich nahezu 100 Gäste versammelt, die an der Würdigung Erwin Uhrmachers Anteil nehmen wollten. Denn spätestens mit dessen Berufung als Leiter des Staatshochbauamtes 1970 hatte sich eine für die Stadt wertschöpfende Liaison ergeben. Uhrmacher und die Iburg, das wurde eine Erfolgsgeschichte, die bis in die heutige Zeit anhält. Welche Bedeutung die Iburg hat, machte der stellvertretende Landrat Dr. Hermann Meyer in seinem Grußwort deutlich: „Sie ist die Keimzelle für das Osnabrücker Land.“

Was alles durch Uhrmacher angestoßen wurde, das zählte der Laudator Dr. Peter Königfeld auf, Hauptkonservator a.D. des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege. Von der Sanierung der Außenmauern über die Anlage von Parkplätzen, von der Freilegung des bischöflichen Weinkellers und des ersten Wehrturms am Westabhang, der Restaurierung der historisch bedeutsamen Räume im Klosterbereich, des Rittersaales und der wiederhergestellten farbigen Gestaltung des äußeren Mauerwerks seien unzählige Impulse von Uhrmacher ausgegangen und von ihm umgesetzt worden.

Königfeld bescheinigte ihm ein „ausgeprägt schöpferisches Moment“, nannte ihn einen „unmodernen, nicht altmodischen Menschen, der sich dem Zeitgeist verweigert“.

Die Ehrenbürgerschaft nahm Uhrmacher in Form einer Urkunde aus den Händen von Bürgermeister Drago Jurak entgegen. Die Stadt geht mit dieser Würdigung nicht verschwenderisch um, Uhrmacher ist nach dem Kaufmann und Schriftsteller Robert Hülsemann (1950) und der Ärztin Dr. Elisabeth Bremer (1987) erst ihr dritter Ehrenbürger. Mit der Ehrung verbunden war eine Eintragung ins Goldene Buch der Stadt.

Und Erwin Uhrmacher wäre nicht er selbst, hätte er in seinen Dankesworten am Ende keinen Gedanken für das Bauwerk übrig gehabt, das ihm so sehr am Herzen liegt. Der Rittersaal dürfe niemals dem „Ressourcenverbrauch der Nutzungsinteressen“ zum Opfer fallen, wünschte er sich. Zudem möge eine Rekonstruktion der Gärten erfolgen, die der „Steigerung des Alleinstellungsmerkmals“ diene.

Die Zukunft der Iburg stellte sich der neue Ehrenbürger in „kultureller Eigenständigkeit“ vor, wobei die beste Lösung wäre, das Baudenkmal in eine Landesstiftung zu überführen.


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