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Buch „Der jüdische Friedhof in Lingen“ dokumentiert Familiengeschichten

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Anne Scherger zeigte Bernhard Grünberg die Passage in dem Buch „Der Jüdische Friedhof in Lingen“, in der die Lebensgeschichte von ihm, seinen Eltern und seiner Schwester aufgezeichnet ist. Foto: Ludger JungeblutAnne Scherger zeigte Bernhard Grünberg die Passage in dem Buch „Der Jüdische Friedhof in Lingen“, in der die Lebensgeschichte von ihm, seinen Eltern und seiner Schwester aufgezeichnet ist. Foto: Ludger Jungeblut

Offiziell vorgestellt wurde jetzt im Emslandmuseum in Lingen das Buch „Der jüdische Friedhof“ von Anne Scherger. Auf 144 Seiten hat die 73-jährige Lingenerin nach elfjähriger Recherche anhand der 70 Grabsteine und drei Erinnerungssteine die Lebensgeschichten der Lingener jüdischen Familien akribisch dokumentiert.

Dabei wurde sie von dem Lingener Gymnasiasten Simon Göhler und dem jüdischen Künstler Pinchas Katz tatkräftig unterstützt. In den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts lebten 98 Menschen jüdischen Glaubens in Lingen. Die meisten von ihnen waren Kaufleute und Viehhändler.

Der Leiter der Emslandmuseums, Dr. Andreas Eiynck, meinte, dass die frühere Lehrerin genau die richtige gewesen sei, um ein solches wichtiges Buch zu schreiben. An der Veranstaltung nahm auch Bernhard Grünberg, 86-jähriger jüdischer Ehrenbürger der Stadt Lingen teil. Bernhard Grünberg verlor seine Eltern und seine Schwester durch den Holocaust. Er überlebte, weil er 1938 mit einem Kindertransport nach England geschickt wurde, wo er heute noch wohnt.

Den ausführlichen Bericht lesen Sie morgen in der Lingener Tagespost. 


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