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"EuroStar Touristik" will Marktposition ausbauen

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Der Busreiseveranstalter ,,EuroStar Touristik" will die Kräfte noch stärker bündeln und weitere Marktpotenziale erschließen. Zu diesem Zweck haben die bislang fünf Gesellschafter (Meyering Reisen, Lingen, Frericks Reisen, Dörpen, Richters Reisen und Bentheimer Eisenbahn, beide Nordhorn, sowie Schäpers Kiepenkerl-Reisen aus Nordwalde bei Münster) auf einen Schlag vier neue Gesellschafter mit an Bord aufgenommen.

Auf dem großen Betriebsgelände der Bentheimer Eisenbahn in der Vechtestadt wurde auch optisch sichtbar, was dieser erweiterte Zusammenschluss bedeutet. Neben den Reisebussen der ,,EuroStar" standen dort Fahrzeuge der ,,Optimal-Reisen Gruppe" aufgereiht. Die Gruppe, die in dieser Form seit 1987 existiert, besteht aus den Familienunternehmen Forsmann in Mettingen, Reinersmann in Rosendahl (Coesfeld), Mersch in Rheine und Althoff in Lüdinghausen (südlich von Münster). Deren Firmenvertreter wurden als Mitgesellschafter in der ,,EuroStar"-Familie von Peter Hoffmann, Vertreter der Bentheimer Eisenbahn und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, willkommen geheißen.

Das Konzept der 1990 gegründeten ,,EuroStar Touristik" sei aufgegangen, bemerkte Hoffmann eingangs. Dadurch sei es gelungen, sich nicht nur im harten Wettbewerb auf dem Busreisemarkt zu behaupten, sondern Marktpositionen weiter auszubauen. Die Zeit der ,,Lokalfürsten" bei den Busreiseunternehmen sei vorbei. Wer nicht kooperiere, sei vielleicht morgen schon nicht mehr am Markt vertreten. ,,Wir haben nur dann eine Chance, unsere Zukunft zu sichern, wenn wir uns zusammen schließen", betonte Hoffmann. Die ,,EuroStar Touristik" sei ein Beispiel dafür. Deren Konzept habe sich im nordwestdeutschen Raum durchgesetzt.

Geschäftsführer Hermann Meyering machte dies anhand konkreter Zahlen deutlich. Von 1990 bis heute habe ,,EuroStar" die Zahl der Fahrgäste von rund 13 000 auf nunmehr 30 000 jährlich steigern können. Für 2001 wird ein Umsatz von 10,5 Millionen DM erwartet. Die gesellschaftliche Erweiterung führt nun zu einer erneuten Zielkorrektur nach oben hin. Für 2002 würden circa 35 000 Fahrgäste anvisiert, erläuterte Meyering. Der Unternehmer aus Lingen geht dabei von einem geplanten Umsatz von 13 Millionen DM aus. In der Zentrale der ,,EuroStar Touristik" in Lingen wird die Zahl der Mitarbeiter von neun auf zwölf aufgestockt.

Die vergrößerte Gesellschaft spiegelt sich natürlich auch im Fahrzeugpark wider. 65 supermoderne Reisebusse stehen den Gästen, sei es auf Tagesfahrten, Clubtouren oder längeren Urlaubsfahrten, zur Verfügung. Nach dem Zusammenschluss bieten nunmehr rund 500 Reisebüros die ,,EuroStar"-Produkte an.

Auf vielfältige Synergieeffekte, die solch' eine Kooperation mit sich brächten, wies Hermann Meyering ebenfalls hin. Die Zeit der Einzelkämpfer in der Bustouristik sei vorbei. Auch wenn es anfangs sicher schwer gefallen sei, etwa die eigenen Reisekataloge zugunsten eines gemeinsamen Produktes aufzugeben, hätten eine zentrale Unternehmensführung, mehr Professionalität in Vertreib, Marketing und Management sowie eine gemeinsame EDV allen beteiligten Partnern große Vorteile gebracht.

Nach Meyerings Angaben ist ,,EuroStar Touristik" Marktführer zwischen Emden, Oldenburg und dem Ruhrgebiet. Das Einzugsgebiet der Optimal-Reisen Gruppe liege schwerpunktmäßig in der Region Osnabrücker Land, Münsterland bis hin zum Ruhrgebiet, stelle also eine ideale Ergänzung zum ,,EuroStar"-Vertriebsgebiet dar. Der Geschäftsführer von ,,EuroStar" erklärte abschließend, dass sich die Gesellschaft nicht überhastet vergrößert, sondern sich ihre neuen Partner mit Bedacht ausgesucht habe. ,,Die vier neuen Gesellschafter sind jeder für sich über Generationen gewachsene und gereifte Familienunternehmen", unterstrich Meyering.

Deren Vertreter äußerten sich denn auch ebenso positiv wie optimistisch über den Zusammenschluss und seinen wirtschaftlichen Folgen für die einzelnen nunmehr neun Gesellschafter. Es sei ein Schritt in die Zukunft, sagte der Rheinenser Busunternehmer Heinz-Josef Mersch. Er verband damit die Hoffnung, ,,dass wir gemeinsam den Markt für uns gewinnen können."


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