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Filmkritik „The Future“ von Miranda July

Von Klaus Grimberg

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kg Berlin. Zwei Mitdreißiger irgendwo in Los Angeles, die durch ihr Leben trudeln. Langsamkeit und Leere – 90 quälende Minuten lang. Regisseurin Miranda July porträtiert eine Generation, die sich viel vornimmt und nichts erreicht.

Gewiss: Beim Hin- und Herdriften der beiden antriebslosen Seelen ergibt sich hier und da ein wenig Situationskomik, kommt es zu der einen oder anderen sonderbaren Begegnung. Mehr aber hat „The Future“ nicht zu bieten. Einst propagierten rebellische Jugendliche „No Future“.

Doch zu derlei drastischem Statement fehlt July der Mut oder vielleicht auch die Kraft. Sie lässt ihre Figuren lieber erstarren, regungslos, emotionslos. Die Zukunt ist kein Versprechen, sondern ein einziges langes Warten. Aber worauf? Die Regisseurin verweigert jedgliche Antwort oder auch nur Andeutung. Und als Zuschauer will man es am Ende auch nicht mehr wissen...


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