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Doch Lebensspuren in Bodenproben? Mars erscheint in neuem Licht

Von dpa

Washington. Die Suche nach Leben auf dem Mars ist einer Studie zufolge etwas aussichtsreicher geworden. Die Wahrscheinlichkeit sei gestiegen, dass es organisches Material auf dem Planeten gebe, heißt es in einer neuen Untersuchung der Universität Autónoma von Mexiko. Damit könnte die Kernvoraussetzung für Leben erfüllt sein.

In der Studie hätten die Forscher herausgefunden, dass Untersuchungen von Bodenproben auf dem Roten Planeten vor 34 Jahren fehlerhaft waren. Damals führte die Sonde „Viking 1“ biologische Experimente auf dem Mars durch, die allerdings keinerlei Nachweis von Lebensspuren erbrachten. Die Ergebnisse sind bis heute umstritten. Die Forscher stellten die Tests von damals jetzt an Gestein aus der Atacama-Wüste von Chile nach, das dem Marsboden sehr ähnlich ist. Die neuen Analysen hätten gezeigt, dass die „Viking“ das in den Bodenproben vorhandene organische Material damals zerstört haben müsste, hieß es jetzt.

1976 habe man nichts von der Existenz des Perchlorat-Salzes im Marsboden gewusst, die erst vor zwei Jahren von der Sonde „Phoenix“ nachgewiesen wurde. Dieser giftige Stoff sei damals von der „Viking“ zu stark erhitzt worden und habe daher alle Lebensspuren vernichtet. „Das sagt zwar noch nichts über die Frage aus, ob es jemals Leben auf dem Mars gab, aber es könnte einen großen Unterschied machen, wie wir künftig nach Beweisen dafür suchen“, folgerte ein Sprecher der NASA.