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Storck: Erweiterung und Start ins Saison-Geschäft – Für Haller-Willem-Anbindung im Halbstundentakt Wachstum mit Osterhasen und Fruchtgummis

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Halle.Die Storck-Gruppe baut eine neue Halle für die Herstellung von Fruchtgummis. Die Produktionsanlage in dem 30-Millionen-Euro-Projekt soll bereits im Frühsommer in Betrieb gehen und bei voller Leistung 10000 Tonnen Fruchtgummis im Jahr erzeugen – vorerst, denn bei guten Absatzzahlen ist ein weiterer Ausbau geplant, wie Unternehmenssprecher Dr. Bernd Rößler am Dienstag auf Anfrage erklärte.

„Storck ist ein Familienunternehmen. Da plant man langfristig.“ Die Fruchtgummis seien nicht nur für den deutschen Markt, sondern beispielsweise auch für Polen bestimmt.

2000 Menschen, darunter zahlreiche aus dem Osnabrücker Südkreis, arbeiten im Hauptwerk Halle. Mit der neuen Produktionshalle, deren Rohbau fertiggestellt ist, sollen 30 bis 40 hinzukommen.

Bald Karamell in Tafeln

Und auch das Produktspektrum wird erweitert. In Zukunft soll man auch in Werther’s Schokoladentafeln beißen können. Rößler: „Unsere Kompetenz in Karamell hat auch Talent in anderen Süßwarensegmenten.“

Mit Merci-Osterhasen, -Ostereiern und -Weihnachtsmännern, geschmückt mit einem goldenen Herzen, will das Traditionsunternehmen aus Ostwestfalen zudem schon zu Ostern ins Saisongeschäft im Süßwarensektor aufbrechen.

Zu den 2000 Menschen in Halle sind weitere 3500 Mitarbeiter an anderen Standorten der August Storck KG beschäftigt. Sie und die Liebhaber von Schokolade, Bonbons, Pralinen und Negerküssen sorgten im vergangenen Jahr für Umsatzerlöse in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. Das ist entgegen dem abnehmenden Trend auf dem Süßwarenmarkt ein Plus von 6,5 Prozent und „geht vor allem auf ein solides Wachstum im Ausland zurück“, so Rößler.

Gerade der deutsche Markt sei derzeit heiß umkämpft und von einem Umsatzrückgang von 2,4 Prozent betroffen. Aber auch in Deutschland habe Storck im vergangenen Jahr eine leichte Steigerung der Umsatzzahlen verzeichnen können.

Fachkräfte fehlen

Natürlich spüre das Unternehmen auch den viel zitierten Fachkräftemangel. „Gutes Personal ist immer schwierig zu finden.“ Glücklicherweise aber seien sehr viele Mitarbeiter der Firma über lange Zeit treu. Gerade erst sei ein Mitarbeiter für 50 Jahre im Unternehmen ausgezeichnet worden. Viele andere seien bereits seit 40 bis 25 Jahren dabei.

Für den bereits von der Bekleidungsfirma Gerry Weber in Halle unterstützten Vorstoß der Initiative Haller Willem, den Halbstundentakt der Regionalbahn von Halle aus in Richtung Osnabrück auszuweiten, spricht sich auch Bernd Rößler aus. „Schon jetzt kommen sehr viele unserer Mitarbeiter mit der Bahn. Schließlich liegt Storck direkt neben dem Bahnhof ‚Gerry Weber Stadion‘. Ein verbesserter Takt aus nördlicher Richtung steigert die Attraktivität. Das wäre ein positives Signal.“

Storck geht auf die Werther’sche Zuckerwarenfabrik zurück, die der Vorfahr des heutigen Firmenchefs Axel Oberwelland, August Oberwelland, im Jahr 1903 auf dem Gestüt Storck in Werther gegründet hatte. Er begann mit drei Mitarbeitern, die von der Fabrik aus Zuckerwaren auslieferten.


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