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Fleming-Team bleibt gelassen: Wir sind nur Außenseiter Bamberg mischt Europa auf

Von dpa

Engagiert: Bambergs Trainer Chris Fleming. Foto: Rolf KamperEngagiert: Bambergs Trainer Chris Fleming. Foto: Rolf Kamper

Bamberg. Nach dem sensationellen Sieg gegen Euroleague-Champion Olympiakos Piräus hatten die Basketballer der Brose Baskets Bamberg extra Erinnerungs-Shirts drucken lassen. Den zweiten Erfolg in der Königsklasse gegen Spirou Charleroi nahmen die Franken etwas gelassener entgegen. „Das Ding gegen Piräus war etwas Historisches, da kann man so etwas schon mal machen. Ein weiteres T-Shirt wird es aber nicht geben“, sagte Bambergs Manager Wolfgang Heyder.

Mit 79:69 setzten sich die Bamberger gegen die Belgier durch und übernahmen damit zumindest kurzzeitig die Führung in der starken Gruppe B. „Wir bleiben dennoch krasser Außenseiter“, sagte Heyder nach dem Triumph vor 6800 begeisterten Fans in der Stechert-Arena.

Mit zwei Siegen im Rücken kann der deutsche Meister nun ganz gelassen zum Topclub Real Madrid reisen, wo am kommenden Donnerstag das nächste Highlight für das Team von Trainer Chris Fleming ansteht. „Das können wir nun ganz relaxed angehen und genießen“, sagte Heyder. Das war zu Beginn der Saison auf internationalem Parkett noch anders. Der Auftakt in Rom ging mit 65:83 kräftig daneben. „Da hat die Mannschaft zu viel gewollt und ist verkrampft. Wir wollen schließlich unbedingt in die Zwischenrunde“, sagte Heyder.

Als Türöffner zur Zwischenrunde fungierte dann ausgerechnet das Duell gegen die scheinbar übermächtigen Griechen aus Piräus. Der unerwartete Erfolg setzte Kräfte frei. Obwohl es anfangs gegen Charleroi nicht rundlief, behielten die Franken die Nerven. Mit einem 14:0-Lauf zu Beginn des Schlussviertels distanzierten sie die Gäste, die in der Qualifikation immerhin Alba Berlin ausgeschaltet hatten. Der frühere Artland-Coach Fleming, vor einem Jahr in Bamberg noch heftig kritisiert, blieb gelassen. „Wenn du in dieser Gruppe weiterkommen willst, musst du deine Heimspiele gewinnen.“