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Zuversicht in München – Grundbesitzer stellen Ultimatum „Olympia nicht in Gefahr“

Von dpa

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München. Münchens Olympiabewerber sehen ihr Großprojekt Winterspiele 2018 trotz eines Ultimatums durch einige Grundbesitzer in Garmisch-Partenkirchen nicht bedroht. Die Kandidatur sei „nicht gefährdet“ , erklärten der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und der Aufsichtsratsvorsitzende der Olympia GmbH, Michael Vesper.

„Die olympische Bewerbung wird abgegeben“, versicherte Seehofer nach einer Kabinettssitzung in München. Am Mittwoch wollen Kanzlerin Angela Merkel und Seehofer in Berlin die Regierungsgarantie für die Bewerbung unterzeichnen.

Die Olympia-Macher wollen sich der Forderung von 59 Bauern und Grundbesitzern, die Bewerbung noch vor Weihnachten aufzugeben, nicht beugen. „Von einem Rechtsanwalt lassen wir uns kein Ultimatum stellen“, sagte Seehofer an die Adresse von Ludwig Seitz, der die Grundstücksbesitzer vertritt.

Die noch offenen Grundstücksfragen ließen „sich klären und gefährden die Bewerbung nicht“, sagte Staatskanzleichef Siegfried Schneider. Er verhandelt seit Monaten mit den Bauern. „Sollte keine Einigung möglich sein, werden entsprechende Ersatzlösungen bereitstehen“, verkündete der CSU-Politiker. Nach Angaben der Bewerbergesellschaft werden die Sportstätten am Schnee-Park von der Flächenverweigerung kaum tangiert. 59 Bauern und Grundbesitzer aus der Marktgemeinde haben in einem Brief an die Bayerische Staatskanzlei die Nutzung ihrer Grundstücke abgelehnt.

Das IOC entscheidet am 6. Juli 2011 im südafrikanischen Durban über den Winterspielort 2018. Neben München bewerben sich Annecy in Frankreich und der südkoreanische Favorit Pyeongchang. Seehofer verbreitete trotz des Gegenwindes aus Garmisch weiterhin Zuversicht: „Wir sind mit guten Chancen unterwegs.“


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