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Mit gelber Tonne als Anhänger über die A30

Von Dietmar Kröger

dk Melle. Kaum zu glauben, aber wahr: Ein Autofahrer rast mit einer gelben Tonne an der Anhängerkupplung über die A30 Richtung Bad Oeynhausen. Erst als der Müllbehälter sich löst und gegen einen Lkw prallt, bemerkt er sein Missgeschick und hält an.

Zuvor hatte der 76-jährige den Lkw noch forsch überholt. Der Brummifahrer wundert sich nicht schlecht als er die ungewöhnliche Kombination aus Pkw und Mülltonne an sich vorbeirauschen sieht. Groß ist sein Schreck, als die Tonne sich löst, gegen sein Fahrzeug prallt und es leicht beschädigt.

Den Brummifahrer bittet der Bruchpilot, ihn bei der Unfallmeldung doch bitte unerwähnt zu lassen und sich auf das Auffinden einer gelben Tonne zu beschränken. Danach macht er sich aus dem Staub.

Sein Wunsch wird ihm nicht erfüllt, und so sieht sich der Senior kurze Zeit später mit den Vertretern der Meller Polizei konfrontiert. Die trauen ihren Ohren nicht, als sie die Begründung für den ungewöhnlichen Transport hören: Er wohne 100 Meter von der Hauptstraße entfernt, an der die Tonnen für die Leerung bereitgestellt werden müssen, diktiert ihnen der Fahrer ins Protokoll. Da habe er das gelbe Behältnis an sein Auto gehängt, um es nicht mit der Hand ziehen zu müssen. Und weil er mit den Gedanken bei einem wichtigen Termin war, habe er vergessen, die Tonne an der Hauptstraße vom Haken zu nehmen.

Nun muss sich der vergessliche Müllkutscher einem Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und unerlaubten Entfernen vom Unfallort stellen.