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Genua: Streit um Schuldfrage

Von dpa

Rom. Im Hooligan-Skandal von Genua ist der Streit um die Schuldfrage voll entbrannt. Serbiens Fußball-Verband FSS berief nach den schweren Krawallen serbischer Rowdys beim abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel in Italien für heute eine Krisensitzung ein und will die UEFA mit einem eigenen Bericht milde stimmen. Die italienische Regierung und der italienische Fußballverband (FIGC) wiesen eilig jegliche Mitverantwortung für die Ausschreitungen zurück.

Politik und Funktionäre schoben gestern den Serben den „Schwarzen Peter“ zu. „Eine Strafe vonseiten der UEFA würde mich enttäuschen, da ich nicht sehe, welche Verantwortung wir tragen sollten“, sagte Italiens Innenminister Roberto Maroni. Insgesamt gab es 17 Verletzte. Nach den Vorfällen im Stadio Marassi nahm die italienische Polizei acht Gewalttäter in Haft, 19 weitere mutmaßliche Krawallmacher gingen der Polizei an der serbischen Grenze ins Netz. Die UEFA berät am 28. Oktober über Sanktionen.