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Für den Baugrund bekommen Familien Rabatt

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Auf dem Gelände des ehemaligen Mütter-Kurheims St. Anna wird ein Baugebiet vorbereitet, in dem vornehmlich Familien wohnen sollen. Die Grundstückspreise an der Robert-Hülsemann-Straße beginnen bei rund 100 Euro, zudem werden Eheleuten ab zwei Kindern deutliche Nachlässe beim Erbpachtzins eingeräumt werden.

Seit neun Jahren hat das ehemalige Kurheim seine Pforten geschlossen, und es ist in der Zwischenzeit nicht gelungen, das Gebäude einer neuen, langfristigen Nutzung zuzuführen. Für Caritas-Direktor Josef Heile ist das eine schmerzliche Entwicklung, die durch die Reform des Gesundheitsgesetzes in Gang gesetzt worden war. Nach der Schließung wurde es zweimal als Ausweich-Domizil für die Bewohner zweier Alteneinrichtungen genutzt, deren Häuser renoviert wurden, dann stand es leer.

Mit der Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt und der Entwicklung eines Bebauungsplans hat nun die Geschichte eine gute Wendung bekommen, so Heile. Man wolle '"'an die Geschichte des Hauses anknüpfen und seinen Geist weiterführen'"'.

Deshalb das Angebot an Familien, sich ein Grundstück zu sichern, dessen Preisspanne bei etwa 100 Euro pro Quadratmeter inklusive Erschließungskosten beginnen wird. Dazu wird beim Erbauzins positive Familienpolitik betrieben: bei zwei Kindern gibt es 20 Prozent Nachlass, bei dreien 40, bei vier Kindern 70 und ab fünf Kindern entfällt die Zahlung.

'"'Natürlich nur so lange, wie die Kinder auf den Steuerkarten der Häuslebauer stehen'"', erklärte er.

Zwischen 25 und 30 Bauplätze sind geplant, deren Flächen zwischen 500 und 700 Quadratmetern liegen sollen. Wie Heinz-Jürgen Wittland, der Geschäftsführer des Stephanswerks, sagte, sei die Bauweise als Einfamilienhaus und Doppelhaus möglich. Die maximale Traufenhöhe ist auf 4,25 Meter festgeschrieben.

Der Abriss des alten Kurheimes beginnt in wenigen Tagen und soll in zwei Monaten abgeschlossen sein. Die Erschließung kann im Herbst erfolgen, wonach im ersten Halbjahr 2008 die Bebauung anlaufen kann.

Bürgermeister Drago Jurak begrüßte das '"'familienpolitische Signal'"' von Caritas und Stephanswerk. Er sieht in dem Bauprojekt keine direkte Konkurrenz zum bereits bestehenden Baugebiet '"'Südlicher Urberg'"' gegenüber der Jugendherberge. '"'Je größer das Angebot umso besser für die Menschen.'"' Jurak kündigte einen Ausbau der Robert-Hülsemann-Straße bis zur Hagener Straße sowie einen kombinierten Fußgänger- und Radweg zur Innenstadt an.


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