zuletzt aktualisiert vor

Löws Bestätigung vor Gastspiel in der Schweiz – Comeback für Mertesacker und Klose Alle acht Bayern-Profis im Kader

Von dpa

Beratung: Joachim Löw und Per Mertesacker. Foto: dpaBeratung: Joachim Löw und Per Mertesacker. Foto: dpa

dpa Tourrettes. Jetzt geht’s richtig los. Den Ernstfall kann Joachim Löw ohne den für die Fußball-EM gesetzten Bayern-Block zwar nicht simulieren, dennoch verspricht sich der Bundestrainer vom heutigen Tagesausflug nach Basel zum Test-Länderspiel gegen die Schweiz (18 Uhr) wertvolle Fingerzeige für die in zwei Wochen beginnende Titelmission in Polen und der Ukraine.

„Das Spiel kommt zum richtigen Zeitpunkt. Die Schweiz ist für uns ein sehr guter Gegner, vielleicht so das kleine Holland“, erklärte Löw vor dem vorletzten Testlauf vor dem EM-Auftakt am 9. Juni gegen Portugal. Löw verschärfte den Turnier-Countdown am Freitag in Südfrankreich mit klaren Ansagen: „Mit dem Spiel und der Ankunft der Bayern-Spieler im Trainingslager beginnt für uns nochmals ein neuer Abschnitt, die letzte heiße Phase der Vorbereitung. Der Prolog war gelungen, die harten und schwierigen Etappen folgen jetzt.“ Am Dienstag wird Löw noch vier Nationalmannschafts-Azubis aus dem Kader streichen, aber keinen der acht Bayern-Nachzügler. „Sie sind Leistungsträger bei uns. Und sie haben international klasse Leistungen abgerufen“, betonte er.

Das erste Länderspiel ohne Bayern-Akteure seit zwei Jahren sei kein „absoluter Härtetest“, bemerkte Löw vor dem 51. Duell mit den von Ottmar Hitzfeld betreuten Eidgenossen. Aber man treffe auf einen Gegner, „der uns viel abverlangen wird“. Lukas Podolski hob vor seinem 96. Einsatz die besondere Brisanz des Nachbarschaftsduells hervor: „Es wird schwer. Die Schweizer spielen zu Hause. Sie wollen – wie die Österreicher – die Deutschen immer ärgern.“

Löw möchte nach zwei Wochen Training möglichst viele seiner 19 verfügbaren Akteure in einem Wettkampf sehen. Im Blickpunkt steht die Abwehrreihe mit Benedikt Höwedes, Per Mertesacker, Mats Hummels und Marcel Schmelzer. Der lange verletzte Mertesacker muss im ersten Wettkampf seit drei Monaten „den letzten Schritt“ machen, um dann auch als Abwehrchef nach Polen und in die Ukraine zu fahren.

Von der Form der Außenverteidiger Höwedes (rechts) und Schmelzer (links) will der Bundestrainer mit abhängig machen, auf welcher Seite Kapitän Philipp Lahm bei der EM spielen wird. „Ich lass es noch ein bisschen offen“, erklärte Löw.

Im Angriff soll Miroslav Klose Spielpraxis sammeln. Löw will bei dem zuletzt wieder angeschlagenen Torjäger zwar „kein Risiko“ eingehen. 60 bis 70 Minuten soll Klose aber spielen. Seine Sorgen um die EM-Fitness des Routiniers seien aber „kleiner, kleiner, kleiner geworden“, betonte Löw. Klose vor Gomez und Cacau – so lautet das Stürmer-Ranking.

Der 18-jährige Schalker Julian Draxler dürfte für sein Trainingsengagement mit dem Länderspieldebüt belohnt werden, wird aber wohl wie drei weitere Talente vom Bundestrainer am kommenden Dienstag aus dem vorläufigen Kader gestrichen.

Deutschland: Wiese (Werder) – Höwedes ( Schalke), Mertesacker (Arsenal), Hummels ( Dortmund), Schmelzer (Dortmund) – Khedira (Real), Gündogan (Dortmund) – Reus (Mönchengladbach), Özil (Real ), Podolski (Köln) – Klose (Lazio)