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Konzert im Gerry-Weber-Stadion bietet mehr als Walzer Silberhochzeit feiern mit André Rieu

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Seit 25 Jahren begeistert André Rieu mit seinem Johann-Strauß-Orchester das Publikum, am Samstag waren es 5000 Fans, die der Geiger in Halle mit seiner Musik erfreute.Foto: Egmont SeilerSeit 25 Jahren begeistert André Rieu mit seinem Johann-Strauß-Orchester das Publikum, am Samstag waren es 5000 Fans, die der Geiger in Halle mit seiner Musik erfreute.Foto: Egmont Seiler

Halle. Derzeit ist der Walzerkönig André Rieu mit seinem Johann-Strauß-Orchester auf Deutschlandtour. Am vergangenen Samstag machte er wieder einmal Station im Gerry-Weber-Stadion in Halle. Das Besondere: Das Orchester feiert dieses Jahr sein 25-jähriges Bestehen.

Für Maria Drees-Beermann und ihren Bekannten begann der Konzertabend mit einer Zugfahrt und einer Überraschung: „Ich habe zwar gesagt, lass uns mit dem Zug fahren, das ist doch viel entspannter“, so Drees-Beermann. Aber sie habe nicht gewusst, dass die Fahrt mit dem „Haller Willem“ für Ticketinhaber einer Veranstaltung im Gerry Weber Station seit Juni 2011 kostenlos ist. Dabei spricht sich der Service langsam herum. Im Zug stiegen fast an jedem Bahnhof weitere Konzertbesucher zu, und selbst die Schaffnerin meinte beim Kontrollblick auf die Eintritts-/Zugfahrkarte: „Oh, zu André Rieu! Wir haben den letztes Jahr gesehen, viel Spaß wünsche ich Ihnen.“

Insgesamt kamen rund 5000 Fans nach Halle, um André Rieu und sein Orchester zu hören. Das Ensemble besteht nun schon seit 25 Jahren. „Das ist ein Treuebeweis, den die meisten Ehen nicht schaffen. Feiern Sie mit uns unsere Silberhochzeit“, so Rieu, bevor er den ersten Solisten des Abends ankündigte. Dieser war zugleich direkt nach der Gründung auch der erste Solist des Orchesters überhaupt gewesen: Zither-Spieler Frédéric Jenniges. Sein mit komödiantischen Einlagen gespicktes Spiel sorgte gleich zu Beginn des Abends für gute Stimmung. Wenig später beeindruckte Frank Steijns das Publikum mit seinem Können als Glockenspieler. Unter anderem spielte er gemeinsam mit dem „Schnellspieler“ des Orchesters, dem Schlagzeuger Marcel Falize, das temporeiche Stück „Circus Renz“ – und zwar bis ihre Instrumente buchstäblich qualmten.

Im zweiten Teil des Abends wurde dann das Publikum gefordert: Von der Klarinettistin Manoe Konings dirigiert, sollte es den Sportpalastwalzer mitpfeifen, was insbesondere die Herren im Stadion dann auch mit Begeisterung taten. Beim nächsten Stück hielten viele Konzertbesucher kurzzeitig die Luft an: Denn die Solistin Mirusia Louwerse sang an Seilen befestigt, hoch oben durch die Halle schwebend und entsprechend gekleidet, den Erkennungssong des Mary-Poppins-Musicals „Supercalifragilisticexpialidocious“. Insgesamt war die Stückauswahl des Rieu-Konzertes bunt gemischt. Natürlich gehören Walzer unbedingt zu einem Rieu-Abend dazu, doch sie dominierten nicht das Konzert. „Das war sehr gut“, urteilte Drees-Beermann, wieder zurück in Osnabrück auf dem Bahnsteig. Ihr hatte besonders die Solistin Kimmy Skota gefallen.


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