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Schepsdorf atmet auf

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Freuten sich über das Voranschreiten der Hochwasserschutzmaßnahmen (von links): OB Heiner Pott, Georg Tieben (Verwaltung), Ortsbürgermeister Peter Scholz, sein Vertreter Hermann Krone und Ingenieur Hans-Georg Oeßelmann. Foto: peFreuten sich über das Voranschreiten der Hochwasserschutzmaßnahmen (von links): OB Heiner Pott, Georg Tieben (Verwaltung), Ortsbürgermeister Peter Scholz, sein Vertreter Hermann Krone und Ingenieur Hans-Georg Oeßelmann. Foto: pe

Auch wenn ihm der Wind kalt um die Ohren pfiff, wird ihm doch warm ums Herz geworden sein. Die Rede ist von Schepsdorfs Ortsbürgermeister Peter Scholz, der sich bei einem Ortstermin an der Ecke Deichstraße/Zum Gut Herzford sehr über den Fortgang der Baumaßnahmen zum Hochwasserschutz freute.

„Das ist ein Jahrhundertbauwerk für Schepsdorf und die Stadt Lingen“, sparte Scholz nicht mit Superlativen. Seit über 50 Jahren stehe das Thema Hochwasserschutz auf der städtischen Tagesordnung, erinnerte Scholz an den „langen Atem“, der für die Realisierung des Projektes notwendig war. Die Bedrohungslage hatte sich in all den Jahren allerdings nie verändert.

Der Ortsbürgermeister zitierte einen Anwohner, der seit 1960 in diesem Bereich wohnt und dreimal miterlebte, wie der Ortsteil und die Innenstadt nur um wenige Zentimeter von der Überschwemmung getrennt waren. Davon konnte auch Lingens Oberbürgermeister Heiner Pott vor Ort ein Lied singen. 1986/87 leitete er als junger Dezernent der Stadt bei extremem Hochwasser den Einsatz. „Damals fehlte nicht viel, und die Innenstadt wäre vollgelaufen“, sagte der Verwaltungschef.

Diese Zeiten werden sich nicht wiederholen, wie die technischen Maßnahmen deutlich machen, die Georg Tieben, Leiter des Fachbereichs Tiefbau, und Hans-Georg Oeßelmann von der GfL Planungs- und Ingenieursgesellschaft aus Meppen erläuterten.

Der Bereich der Deichstraße umfasst den zweiten Bauabschnitt der Hochwasserschutzmaßnahmen. Der 2,5 Kilometer lange Abschnitt teilt sich in drei Teilsegmente auf. Am Rande der Bebauung zwischen dem „Kohspiek“ und dem Firmengelände von Hagedorn entsteht ein 900 Meter langer Erddamm. An der Straße „Zum Gut Herzford“ wird eine Dammscharte gebaut. Im zweiten Abschnitt ist parallel zum Firmengelände von Hagedorn bis zur Schepsdorfer Brücke eine Spundwand vorgesehen. Der dritte Teilabschnitt schließlich umfasst eine rund 1200 Meter lange Schutzanlage parallel zur Nordlohner Straße. Der Erddamm (rund 1000 Meter) und die im Bereich von schützenswerten Gehölzen vorgesehenen Spundwände (rund 220 Meter) haben eine mittlere Höhe von 1,50 Meter über dem Gelände.

Wie es weiter hieß, sind bereits über die Hälfte der Arbeiten erledigt. Das Kanu- und Klettercamp kann seine Saison pünktlich ab Mitte März beginnen. Wenn die Witterungslage günstig ist, können die Arbeiten bis Mai abgeschlossen sein. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro.


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