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Kommentar: Stillstand schafft nur Verlierer

Von Hauke Petersen

Vordergründig ging es im Hasberger Planungsausschuss nur um Parkplätze und Verkehrssicherheit. Der Plan: Rund um die Verbrauchermärkte an der Tecklenburger Straße soll es schöner werden – und die Märkte größer. Es ist Teil 2 der Ortskernsanierung. Ein sinnvolles Projekt, an dessen Abwicklung alle interessiert sein sollten.

Folgerichtig ziehen die Fraktionen bisher an einem Strang. Meinungsverschiedenheiten werden zumindest nicht öffentlich ausgetragen. Wohltuend in Wahlkampfzeiten.

Gebremst wird aber unverständlicherweise an anderer Stelle. Denn ursprünglich sollte das gesamte Areal inklusive des südlichen Teils mit Aldi, Kik und Postenbörse überplant werden. Doch auch ein gutes Dreivierteljahr der Vorbereitung reichte nicht aus, damit sich die Eigentümer der Fläche mit ihren Mietern auf eine gemeinsame Vorstellung einigen.

Das ist schade, und zwar nicht nur für die Verwaltung, die jetzt einen Plan in zwei teilen musste. Es ist auch schlecht für die Verbraucher, die nun länger auf ein größeres Warenangebot warten müssen. Und nicht zuletzt verlieren dabei auch die Märkte selbst: Aldi, Kik und Postenbörse, weil sie länger mit den veralteten und verschachtelten Strukturen leben müssen. Und Edeka-Dütmann würde darunter leiden, wenn auch nach dem Abschluss der eigenen Modernisierung Bauarbeiten den Kundenverkehr behindern.

Noch einmal: Es müssten alle daran interessiert sein, dass sich schnell noch etwas tut. Darauf sollten Verwaltung und Fraktionen drängen – auch öffentlich. Diese Chance haben sie im Ausschuss verpasst.