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Kommentar: Sorgen ernst nehmen

Von Jörg Sanders

Die Gesundheit der Arbeitnehmer muss geschützt werden, daran besteht kein Zweifel. Daher ist die maximale Wochenarbeitszeit von 48 Stunden generell zu begrüßen.

Wie auch immer das Parlament letztlich entscheidet: Die freiwilligen Feuerwehren werden nicht aussterben, denn ihr Ehrenamt ist im wahrsten Sinne des Wortes lebensnotwendig. Sollte es Einschnitte geben, werden die Einsatzkräfte auch künftig keinen Brand links liegen lassen, nur weil die Zeit überschritten ist.

Aber: Werden die Arbeitgeber mitspielen? Geht die Richtlinie letztlich auf Kosten der Arbeitszeit im Betrieb, wird der eine oder andere Chef das Ehrenamt seines Arbeitnehmers infrage stellen und ihn zur Aufgabe seiner Tätigkeit drängen. In Anbetracht wachsender Nachwuchssorgen der freiwilligen Feuerwehren könnte das die Personalprobleme noch weiter verschärfen. Dann hieße das im Notfall zwar nicht „Wir haben keine Zeit übrig“, dafür aber „Wir haben leider niemanden zum Löschen“.