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Dem Papa mehr als einen eingeschenkt...

Von Karin Kemper


kem Wimmer. Hochachtung schwang mit. Ein Vater brachte es auf den Punkt: „Die haben richtig was gelernt.“ Und das gleich in mehrfacher Hinsicht.

Die – das sind die Teilnehmer des Basic-Fußballcamps, das auf dem Sportgelände in Wimmer stattfand. Drei Tage lang herrschte dort Hochbetrieb. Das Ganze geschah im Rahmen der traditionellen Sportwerbewoche. Und um Werbung allerbester Art speziell für den Fußball handelte es sich allemal.Der Sportverein landete einen Volltreffer.

Der Termin erwies sich als genial gewählt. Ein Zuviel an gutem Wetter, sprich Hitze, ist für Freiluftaktivitäten nicht optimal. Das zurückliegende Wochenende sparte nicht mit Sonnenschein, wohl aber mit Rekordtemperaturen. Das passte. Nicht minder glücklich der Termin an sich. Die Weltmeisterschaft ist noch frisch in Erinnerung, fördert die Sportbegeisterung des Nachwuchses. Nach dem Turnier der Profis ist jetzt eigenes Training gefragt. Und davon gab es eine Menge. Der ehrgeizige Nachwuchs bewies, dass er lernwillig und (noch wichtiger) lernfähig ist. Gute Technik ist schließlich mindestens so Erfolg versprechend wie reine Kraft. Das bekamen die Großen am Schlusstag zu spüren.Wer geglaubt hatte, den Kindern entspannt zuschauen zu dürfen, so sich gründlich getäuscht. Mitmachen war das Stichwort. Das galt schon beim Aufwärmen in großer Runde und ebenso an den mit verschiedenen Nationalflaggen geschmückten Toren, die die Technikstationen repräsentierten.

Gefragt waren Eltern-Kind-Kombinationen. Beim Elfmeterschießen zeigte sich der Nachwuchs eindeutig überlegen. „Wer gehört zu Lukas?“ Gab es keine Antwort, musste einer der Betreuer in den Kasten. Die erwachsenen Torhüter hatten regelmäßig das Nachsehen. Das galt für die Väter ebenso wie für die Mütter, die sich ebenfalls nicht drücken konnten (und wollten). Und das war nicht nur an dieser Station der Fall. Das Umdribbeln von Hütchen mit abschließendem Torschuss erforderte ebenso höchste Konzentration wie das Überspringen kleiner Hürden – jeweils mit Ball. Der Nachwuchs zeigte sich eindeutig überlegen. Das galt auch, als in den Vätern der Ehrgeiz erwachte. Einen Ball durchzulassen ist eine Sache, ihn nicht halten zu können eine ganz andere.

Eine Abteilung gab es allerdings, wo die Großen glänzten: beim Messen der Schussgeschwindigkeit. Voller Stolz hieß es: „Ich hatte eine Sechs vorn...“

Das Interesse am Basic-Fußballcamp mit im DFB lizenzierten Trainern (und Unterstützung durch Betreuer des SV Wimmer) erwies sich als riesig. Die Teilnehmer kamen keineswegs ausschließlich aus Wimmer. Familiäre Verbindungen führten dazu, dass zwei Enkel eines SV-Mitglieds ebenso mit von der Partie waren wie Fußballfans aus dem nahen Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam war allen Jungen und Mädchen die Begeisterung für den Sport. Das galt sogar, wenn Liegestütze gefragt waren.

Verschnaufpausen mit Eisessen, Tischfußball oder Torwandschießen gehörten zum dreitägigen Programm. Und wer den Platz betrat, sah blau. Alle Kinder trugen die gleiche Basiccamp-Ausstattung in Blau. Nur für die Torhüter galt das nicht. Und noch eines fiel sofort auf: die vielen roten Trinkflaschen, die regelmäßig in Gebrauch waren. Die engagierten Jungkicker hatten begriffen: Ohne Trinken läuft beim Sport nichts. Und das gilt keineswegs ausschließlich bei Hitzegraden.