zuletzt aktualisiert vor

Markus Esser – programmiert auf Rang vier

Von dpa

Meine Nachrichten

Um das Thema Vermischtes Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Daegu. Nur 27 Zentimeter fehlten Hammerwerfer Markus Esser zur WM-Medaille. „Das ist ärgerlich“, sagte der 31 Jahre alte Leverkusener nach dem Finale „aber ich darf nicht unzufrieden sein. Ich kann mit Recht sagen: Markus Esser ist zurück in der Welt.“ Eine Klasse für sich waren der neue Weltmeister Koji Murofushi (Japan) mit 81,24 Metern und Krisztián Pars (Ungarn) mit 81,18 Metern. Dagegen war der entthronte Weltmeister und Olympiasieger Primoz Kozmus (Slowenien/79,39) für Esser in Reichweite.

„Schade, dass ich heute keine Bestleistung geworfen habe. Dann hätte es für mich vielleicht für die erste Medaille bei einer großen Meisterschaft gereicht“, meinte Heavy-Metal-Musikfan Esser, der 2005 in Helsinki und 2006 bei der Europameisterschaft in Göteborg jeweils schon Vierter gewesen ist.

„Der Wettkampf hat mir gar nicht so sehr gefallen“, befand der Bundeswehrsoldat, der beim ersten Versuch den Hammer ins Netz gedonnert und bei einem weiteren die Maschen gestreift hatte. „Aber vorbei: Nummer vier in der Welt – das passt.“ Nach der Leistung in Südkorea hofft er nun im nächsten Jahr in London, seine erste Medaille bei einem großen Sportereignis zu holen. „Ich nehme den Aufschwung mit ins Olympia-Jahr. Es war ein richtiger Wink in die richtige Richtung“, sagte Esser. „Wenn ich nächstes Jahr mit einer Medaille belohnt werde, dann hat es sich gelohnt.“

Für Esser ist in Daegu eine Zeit mit mehr Rückschlägen als Erfolgen zu Ende gegangen. Zuletzt bei der EM 2010 in Barcelona war er noch kläglich im Vorkampf gescheitert. „Ich musste 31 Jahre alt werden, um mich endlich direkt im ersten Versuch zu qualifizieren“, sagte er.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN