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Windrad nach Blitzschlag in Flammen

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Kurz nach dem Blitzeinschlag: Der Generator der Windkraftanlage brennt in voller Ausdehnung.Kurz nach dem Blitzeinschlag: Der Generator der Windkraftanlage brennt in voller Ausdehnung.

Ein heftiges Wintergewitter ist gestern Nachmittag über Teile des Grönegaues hinweggezogen. Die Folge: In der Ortschaft Westendorf schlug ein Blitz in eine rund hundert Meter hohe Windkraftanlage ein.

Augenblicke später standen der Generator, Getriebe und Teile der Flügel in hellen Flammen. Der entstandene Sachschaden beläuft sich nach Polizeiangaben auf eine Million Euro.

„Kurz nach dem Vorfall stand bei uns das Telefon nicht mehr still – wir verzeichneten innerhalb kürzester Zeit mehr als 50 Anrufe von besorgten Bürgern“, berichtete Dienstabteilungsleiter Jürgen Greife vom Polizeikommissariat Melle. Mitglieder der Ortsfeuerwehr Riemsloh, die von der Rettungsleitstelle Osnabrück alarmiert werden waren, rückten zur Unglücksstelle. „Angesichts der Höhe der Brandstelle war es allerdings nicht möglich, das Feuer zu löschen“, erläuterte der Pressesprecher der Meller Feuerwehr, Ludger Flohre. Um keine Personen durch umherfliegende Verkleidungselemente zu gefährden, sei der Bereich um die Windkraftanlage weiträumig abgesperrt worden. „Das geschah nicht zuletzt deshalb, da nicht auszuschließen war, dass sich möglicherweise auch die drei Rotoren aus ihrer Halterung lösen könnten“, so Flohre.

Er habe zunächst an ein brennendes Flugzeug gedacht, als er durch Rauch und Flammen auf den Brand aufmerksam geworden sei“, erklärte Karl Schäffer aus Gerden. „Das war im ungefähr acht Kilometer weit entfernt gelegenen Barkhausen.“ Wenig später stellte er fest, dass das Windrad brannte – ein Unglück, das viele Schaulustige anlockte.


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