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Trauercafé will Angehörigen von Sterbenden helfen

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Das Hümmling Krankenhaus Sögel bietet in Verbindung mit dem Sögeler Hospizverein für trauernde Angehörige einen offenen Gesprächskreis an. Hier können sie sich auch mit Gleichbetroffenen austauschen.

Die regelmäßigen Treffen finden jeweils am letzten Mittwoch im Monat im Krankenhaus an der Mühlenstraße 17 von 15 bis 17 Uhr statt. Das erste Treffen ist für den 22. Februar im Konferenzraum der Verwaltung geplant. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Warum wird ein Trauercafé eingerichtet? Schwester M. Amanda, Krankenhaus-Seelsorgerin und Hospiz-Vorstand, berichtet: "Wir wollen Angehörigen, die nach dem Tod eines Patienten allein zurückbleiben, einen Raum zum Trauern geben." Das Sögeler Hospiz biete mit dem Trauercafé eine Hilfestellung bei der Bewältigung der Trauer an.

"Der Tod eines nahe stehenden Menschen verändert alles; nichts ist mehr wie es einmal war. Die Trauer um einen geliebten Menschen ist ein langer Weg, und es tut gut - auch noch nach langer Zeit - mit anderen zu sprechen, die Ähnliches durchmachen. Trauern ist ein notwendiger Prozess, bei dem es hilfreich sein kann, nicht allein zu sein", weiß Schwester M. Amanda aus der Hospizarbeit.

Karola Dürbaum, Trauerbegleiterin und Patientenfürsprecherin im Hümmling Krankenhaus, weist darauf hin, dass der Trauerweg nicht einfach sei: "Gemeinsam diesen Weg zu gehen und sich austauschen zu können ist hilfreich, denn Trauer ist Schwerstarbeit für Seele und Körper. Aber nur so können beide wieder gesunden."

Das Trauercafé findet im "geschützten Raum" statt, es herrscht Schweigepflicht über das Gesagte und über die Mittrauernden. Es können andere Menschen in ähnlichen Situationen kennen gelernt werden. Es wird Abschied genommen und losgelassen. Es kann gesprochen und geschwiegen werden. Es soll wieder Hoffnung geschöpft werden.

Der Verlust eines geliebten Menschen und der damit verbundene Schmerz erhält Raum, sich auszudrücken und sich zu verändern. Die Treffen sollen kontinuierlich fortgeführt werden, wobei neue Gäste stets willkommen sind. Das Trauercafé steht Trauernden jeden Alters zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos.

Bei Bedarf können auch Einzelgespräche mit den beiden Hospizbegleitern Sr. M. Amanda oder Karola Dürbaum geführt werden.

Sr. M. Amanda und Karola Dürbaum werden bei der Durchführung des Hospizcafés von den Hospizbegleitern Agnes Hespe, Angela Steinke, Irene Schmidt, Hannelore Tebel, Helmut Hengelage und Agnes Eilers unterstützt. Die Hospizbegleiter nehmen ihre Amt gerne wahr. Sie betonen: Es ist ein Geben und Nehmen." Die Aufgabe sei zwar meist nicht leicht, bereichere das Leben aber ungemein.


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