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Innenverteidiger trifft zweimal per Kopf beim 2:1-Auswärtssieg beim Rotenburger SV Felix Fuchs macht Biene glücklich

Von Mirko Nordmann

Rotenburg. In der vergangenen Woche war Felix Fuchs noch eine tragische Figur, am Sonntag strahlte der Innenverteidiger als Held des Tages beim Biener 2:1-Auswärtserfolg beim Tabellenfünfzehnten Rotenburger SV. Biene schob sich durch den Sieg auf den siebten Platz der Fußball-Oberliga vor.

Fuchs erzielte in Rotenburg beide Biener Treffer, nachdem er am vergangenen Spieltag bei der 0:1-Niederlage am Göttinger Tor nicht schuldlos gewesen war. Bei zwei Standardaktionen war der Innenverteidiger mit dem Kopf zur Stelle. Dass die Biener aus ruhenden Bällen Kapital schlagen, kam in dieser Saison nicht häufig vor, ist allerdings auch symptomatisch für die derzeitige Situation: Aus dem Spiel heraus benötigt das Team von Trainer Alo Weusthof zu viele Chancen, um ein Tor zu erzielen. So war es auch in Rotenburg, wo Robin Löpke (2.) und Werner Hofschröer (10.) erste Möglichkeiten zur Führung hatten. Die Biener bestimmten im ersten Durchgang das Geschehen. Nur in einer Situation musste Jonas Gottwald im Biener Tor vor der Pause eingreifen, als er einen Schuss von Tim Ebersbach entschärfte (31.).

Trotz der spielerischen Überlegenheit machten es die Biener noch einmal spannend, weil sie es verpassten, frühzeitig für die Entscheidung zu sorgen. „Das ist ärgerlich. In manchen Situationen sind wir einfach zu verspielt“, erklärte Weusthof, der Nils Höting als hängende Spitze hinter Stoßstürmer David Brink gebracht hatte. Obwohl die Rotenburger nach der Gelb-Roten Karte gegen Klaas Rathjen (57.) in Unterzahl spielten, steckten die Gastgeber nicht auf und kamen zum Anschlusstreffer. Beim Kopfballtreffer von Christoph Drewes hatten die Biener allerdings ein Foulspiel des Torschützen an Keeper Gottwald gesehen. Die Rotenburger versuchten immer wieder, nach Freistößen zum Ausgleich zu kommen, scheiterten aber immer wieder an Gottwald. Weil der eingewechselte Frank Gerdelmann (85.) und Braininger (90.) gute Aktionen nicht verwerteten, blieb es in einer hektischen Schlussphase spannend. „Es gibt keine Zweifel am verdienten Sieg. Dass es eng war, haben wir uns selbst zuzuschreiben“, bilanzierte Weusthof.