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Lambada für die Ministerin

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„Hazel“ mag auch Ministerinnen: Elisabeth Heister-Neumann bei der Begrüßung der Schulhündin der Wallenhorster Alexanderschule. Foto: Klaus Lindemann„Hazel“ mag auch Ministerinnen: Elisabeth Heister-Neumann bei der Begrüßung der Schulhündin der Wallenhorster Alexanderschule. Foto: Klaus Lindemann

Das waren zwei Stunden, die Elisabeth Heister-Neumann (CDU) sichtlich genossen hat. Niedersachsens Kultusministerin nahm sich gestern ausgiebig Zeit, um das Leben in der Wallenhorster Alexanderschule zu erkunden. Ihr Fazit nach Lambada, Nationalhymne und mehr: „Wunderbar, wie hier die Zusammenarbeit funktioniert.“

Dass sich eine Schule für einen Ministerinnenbesuch natürlich immer von der besten Seite zeigt, ist nicht überraschend. Dabei kann sich aber keine Schule so verstellen, dass es ein Experte nicht bemerkt. Elisabeth Heister-Neumann formulierte es so: „Wenn man in eine Schule hineinkommt, weiß man nach zehn Minuten, wie sie tickt.“ Und das „Ticken“ in der Wallenhorster Hauptschule beeindruckte nicht nur die Ministerin. Zusammen mit Schulleiter Thomas Behning, Bürgermeister Ulrich Belde, Wallenhorsts Landtagsabgeordnetem Clemens Lammerskitten und weiteren Funktionären inspizierte die Ministerin die Angebote der Alexanderschule, die in den vergangenen Jahren auch mit nicht unerheblichen finanziellen Spritzen aus Hannover zu einer Ganztagseinrichtung ausgebaut wurde, die nach den Worten Beldes auch über den Landkreis hinaus ein Vorzeigeprojekt darstellt.

Und so schaute Elisabeth Heister-Neumann den Mädchen und Jungen in den integrativen Klassen (hier werden Förder- und Regelschüler gemeinsam unterrichtet) über die Schulter und erfuhr dort von den Lehrern und Pädagogen, „dass Integration im Kopf anfängt und nur mit einem funktionierenden Team umgesetzt werden kann“. Der Ehrengast machte hier auch Bekanntschaft mit Schulhündin „Hazel“ – und lernte kennen, wie begeistert die Schüler dem Mathe- oder Deutschunterricht folgten, wenn „Hazel“ die Zettel mit den Aufgaben aus einem Eimer herausholt.

Weiter ging es in die verschiedenen Arbeitsgemeinschaften, die im Ganztagsbetrieb bis 15.30 Uhr angeboten werden. Theater, Töpfern – oder Musik, womit wir wieder beim erwähnten Lambada und der Nationalhymne wären – exklusiv von den Schülern auf ihren Keyboards einstudiert. Beim Lambada schwang die Ministerin locker mit den Hüften, sodass ein Tänzchen mit dem Bürgermeister das i-Tüpfelchen gewesen wäre. Aber auch ohne diesen Tanz verabschiedete sich die CDU-Politikerin nach einem von der Schülerfirma kredenzten Imbiss mit einem dicken Lob: „Unsere Schule“ werde in Wallenhorst großgeschrieben.


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