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Jugendliche mit KidCourage-Preis 2009 ausgezeichnet

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Im Festsaal des Osnabrücker Sportclubs (OSC) wurden gestern Abend vor über 150 Gästen die Preise für KidCourage 2009 – jenes Projekt der Bürgerstiftung Osnabrück, das herausragendes soziales Engagement Jugendlicher fördern will – verliehen. Dabei waren neben allen 17 teilnehmenden Jugendinitiativen auch zahlreiche Sponsoren und Förderer.

Seit Sokrates vor über 2000 Jahren anmerkte, die Jugend habe schlechte Manieren und keinen Respekt vor der Autorität, hält sich dieses Gerücht hartnäckig. Dass das so nicht stimme, machten die Schirmherren des Projektes, Oberbürgermeister Boris Pistorius und die in Vertretung für Ministerpräsident Christian Wulff erschienene niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann in ihren Grußworten deutlich.
„Immer mehr junge Menschen zeichnen sich durch freiwilliges soziales Engagement aus. Wir haben in Niedersachsen bundesweit die meisten ehrenamtlich tätigen Jugendlichen“, sagte Ross-Luttmann. „Die Jugendlichen sind so gut, wie unsere Gesellschaft es erlaubt. Projekte wie KidCourage haben da eine Vorbildfunktion und müssen mit allen Kräften unterstützt werden“, so Pistorius.
Vor Bekanntgabe der Gewinner spielte die jüngst mit dem „Schools on Rock-Preis 2009“ ausgezeichnete Band „nevermind“, und die Kindertanzgruppe des OSC hatte wohl ihren bisher spannendsten Auftritt.
Aufschlussreich war auch der öffentliche Dialog zwischen Marlies Brüggemann, Leiterin der Grund- undHauptschule Melle-Riemsloh, und Karolina Piechowiak. Die Schulsprecherin mahnte an, dass sich die Schule zwar intensiv kümmere, viele Eltern aber ihre Vorbildfunktion vernachlässigten.
Klaus Lang, Vorstandsvorsitzender der Bürgerstiftung, bedankte sich bei allen nominierten Projekt-Teilnehmern: „KidCourage ist seit 2003 eines der wichtigsten Projekte der Bürgerstiftung. Ihr habt alle höchste Anerkennung verdient.“ Durchsetzen konnten sich aber letztendlich vier Jugendgruppen. Jeweils ein dritter Preis ging an eine Schüler-Rockband aus Georgsmarienhütte, die zugunsten der Kinderabteilung des Krankenhauses am Harderberg ein Benefiz-Konzert veranstaltet hatte, und an sieben Jugendliche aus Kettenkamp, die für ihre Gemeinde den Bau einer Skater-Anlage erwirken konnten. Den zweiten Preis gewannen fünf Schüler des Gymnasiums „In der Wüste“, die über eine private Spendenaktion Geld für aidsinfizierte Waisenkinder in Kamerun sammelten.
Der erste Preis ging an eine siebte Klasse der Wittekind-Realschule. Durch ihre Tätigkeit als „Mini-Jobber“ in sozialen Einrichtungen sammelten sie neben persönlicher Erfahrung Geld für Bedürftige. Für alle gab es großzügige Geldpreise.


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