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Genügt Eisbären das Spiel "mit Lust und viel Freude"?

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Ziele, Tradition, Umfeld: Bremerhaven ohne Basketball - das wäre undenkbar. Und dennoch ist der Aufstieg der Eisbären Bremerhaven in die Bundesliga der größte Erfolg für diese Sportart. Bereits Anfang der 50er Jahre wurde in Bremerhaven der 1. Basketball-Club Bremerhaven gegründet. Fast zwangsläufig in einer Stadt, in der nach dem Krieg bis Anfang der 90er Jahre mehrere tausend Amerikaner lebten und in der die US Army einer der größten zivilen Arbeitgeber war.

In den 50er und 60er Jahren brachte der 1. BCB eine ganze Reihe Nationalspieler und -spielerinnen heraus, Gleiches gelang dem 1972 gegründeten OSC Bremerhaven in den 80er Jahren. Bereits 1985 klopfte der damalige OSC Bremerhaven an die Tür zur Bundesliga. Auf Grund finanzieller Engpässe musste der damalige Zweitligameister seinen Platz in der Bundesliga jedoch zurückgeben. Aus dem Zusammenschluss von OSC und SFL Bremerhaven gingen 2003 die Eisbären Bremerhaven als GmbH hervor. Schon damals war Mäzen Wolfgang Grube als OSC-Abteilungsleiter dabei. Der Unternehmer, Anfang der 70er Jahre selbst Erstligaspieler, hat seinen Traum von der Bundesliga nie aus den Augen verloren. Neben Grube haben Chefcoach Dr. Sarunas Sakalauskas und Manager Jan Rathjen, der seit September 2003 in Bremerhaven ist, großen Anteil am Aufstieg. Der litauische Basketball-Experte kam im Januar 2001 an die Unterweser und hat gemeinsam mit Rathjen und Grube, der heute das Projekt Eisbären aus dem Hintergrund begleitet, die Eisbären in die BBL geführt.

Der Trainer und sein Konzept: Sakalauskas, in seiner Heimat einer der geschätztesten und bekanntesten Trainer, hat aus der Aufstiegsmannschaft einen Kern von fünf Spielern behalten. Kapitän Alon Stein, Eigengewächs und Talent Lukas Dawidowski, Tarick Johnson, Power Forward Dainius Miliunas und Center Axel Pleuger - für jede Position einen Spieler. Neu verpflichtet haben die Eisbären eine komplette erste Fünf. Alle verfügen über Europaerfahrung, ebenso der Litauer Evaldas Jocys. Einziger Rookie ist Power Forward Judson Wallace (2,04 m), der direkt von der University of Princeton gekommen ist. Das Saisonziel des Aufsteigers ist natürlich der Klassenerhalt, wobei Sakalauskas seine ganz eigene Philosophie hat. "Wir wollen unseren eigenen Stil, den Stil der Eisbären Bremerhaven, in die BBL bringen. Wir möchten die Anerkennung der anderen Klubs, aber auch der gegnerischen Fans bekommen. Wir werden mit Lust und viel Freude Basketball spielen."

Der Star und das Talent: Der Star dürfte Darren Fenn werden als Center, das Talent bleibt Eigengewächs Lukas Dawidowski (22).

*Oliver Riemann ist als Sportredakteur der Nordsee-Zeitung ein Kenner des Aufsteigers.


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