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Ende eines langen Abschieds

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Tauschten Souvenirs aus: der letzte Standortkommandeur Colonel Mark Cuthbert-Brown, Oberbürgermeister Boris Pistorius und Verbindungsoffizier Chris Linaker. Foto: Michael HehmannTauschten Souvenirs aus: der letzte Standortkommandeur Colonel Mark Cuthbert-Brown, Oberbürgermeister Boris Pistorius und Verbindungsoffizier Chris Linaker. Foto: Michael Hehmann

Ein letzter „Tag der offenen Tür“ im September 2007. Zum letzten Mal „Freedom of the City“ im Juli 2008. Zwei Monate später die Rückgabe der Quebec-Kaserne. Und schließlich der feierliche Ausmarsch aus den Mercer/Imphal Barracks am vergangenen Donnerstag. Der lange Abschied der britischen Armee hat sich über viele Monate hingezogen. Immer war es „das letzte Mal“. Stets schwang viel Wehmut mit. Und doch standen immer noch weitere Abschieds termine auf dem Kalender.

Doch seit gestern ist die Präsenz der königlichen Soldaten in Osnabrück endgültig Vergangenheit. Der 31. März 2009 wird in die Chronik der britischen Streitkräfte wie auch in die Geschichtsbücher der Stadt eingehen: als letzter Tag, an dem es nach über 60 Jahren eine britische Garnison in Osnabrück gab. Gegen Abend stieg der letzte Standortkommandeur Colonel Mark Cuthbert-Brown in ein Flugzeug nach London.

Seinen Abschiedstag nutzte er gemeinsam mit Warrant Officer Class 1 Duncan Lamb und Verbindungsoffizier Chris Linaker für einen letzten Höflichkeitsbesuch bei Oberbürgermeister Boris Pistorius. Die Offiziere schenkten dem Stadtoberhaupt ein hölzernes Rednerpult, das einst ein deutscher Zivilbeschäftigter für die Briten gebaut hatte und das viele Jahre lang bei Einsatzbesprechungen genutzt worden ist.

Im Gegenzug erhielt Cuthbert-Brown eine Steckenpferd reiter-Skulptur. Sie soll künftig auf seinem neuen Schreibtisch in Twickenham bei London stehen. Dort wird er das britische Militärmusikcorps leiten – für den musikbegeisterten Colonel ein echter Traumjob. An Osnabrück werde er immer gern zurückdenken, versicherte er.

Der Abzug der Briten ist damit vollständig vollzogen. Zumindest fast. Das Verbindungsbüro von Chris Linaker bleibt noch einige Wochen geöffnet. Dann geht Linaker in den Ruhestand. Er bleibt in Osnabrück, das zu seiner neuen Heimat geworden ist.


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