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Märchenhaftes Kochbuch

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Einleitungen gibt es zu jedem Kapitel des Kochbuches.Einleitungen gibt es zu jedem Kapitel des Kochbuches.

Als die Idee aufkam, war an so etwas Ähnliches wie einen Ringhefter mit Gerichten gedacht. Es hat länger gedauert als gedacht, aber dafür ist aus dem Ringbuch ein märchenhaftes Kochbuch geworden, das die Bramscher Initiative für das Miteinander der Kulturen, kurz Biku, heute um 20 Uhr im Tuchmacher-Museum mit berechtigtem Stolz präsentiert.

Schon bei der Gründungsversammlung der Biku im Jahr 2002 entstand die Idee für ein „Multikultikochbuch“, wie die Vorsitzende Annette Specht es nennt. Die Köstlichkeiten des Orients und des Nahen Ostens nachzukochen, das war dann 2003 die Idee zu einem VHS-Kurs, den Ilka-Marlen Holtgrawe leitete. Die Zutaten dazu, das war eine der Vorbedingungen für den Kurs wie auch für das Buch, sollten in Bramsche leicht erhältlich sein. Und trotzdem verströmen die Gerichte den Zauber von Tausendundeiner Nacht, lobten die Teilnehmer.

Schnell entstand auch die Idee, diese Rezepte in einem Kochbuch zusammenzustellen. Dieses Kochbuch sollte mit Fotos und Illustrationen versehen werden. Als sie nach einem kompletten Kochtag, an dem fast alle Gerichte quasi fürs Foto hergerichtet wurden, das Ergebnis begutachtet, steht für Specht fest: „Das können wir nicht als Paperback mit Spiralbindung machen.“

Und so gehen die Biku-Mitglieder daran, das nötige Geld für ein richtiges Buch zusammenzubekommen. „Für unseren kleinen Verein war das ein Riesenbudget“, so die Vorsitzende. So gut wie alles Geld, das über Zuschüsse oder Spenden hereinkam, wurde in das Projekt gesteckt. „Wir haben uns das vom Munde abgespart“, so Specht.

Der Aufwand hat sich gelohnt: Das Biku-Kochbuch „Köstliche Gerichte aus dem Orient“ muss sich hinter keinem professionellen Werk verstecken. Das liegt vor allem an der ehrenamtlich eingebrachten Arbeit der Fotografin Anna Boderke und der Gestalterin Nina Eggemann. Zumindest einige der Gerichte, gegliedert von Vorspeisen über Hauptgerichte bis zu Süßspeisen und Getränken, können heute bei der Präsentation probiert werden. Das dürfte ein mindestens genauso überzeugendes Argument für den Kauf des Buches sein wie dessen aufwendige und liebevolle Gestaltung, die den Selbstkostenpreis von 12 Euro auf alle Fälle rechtfertigt.


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