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Andreaswerk gründet Stiftung

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Das Andreaswerk, Träger von Einrichtungen der Behindertenhilfe im Landkreis Vechta, betritt neues Terrain: Es gründet mit einem Stammkapital von 100000 Euro im November dieses Jahres die Andreas-Stiftung. "Unter dem Motto "Lebensfreude für alle" soll für Menschen mit Behinderung Lebensqualität geschaffen werden, die über die bloße Existenzsicherung hinausgeht", erklärt der Geschäftsführer des Andreaswerkes, Otto Rauert. Die Förderung wird dort einsetzen, wo staatliche Hilfen nicht mehr greifen.

"Die Stiftung wird im gesamten Landkreis Vechta aktiv. Sie unterstützt zum Beispiel Projekte des Andreaswerkes, die der Unterstützung und Heilbehandlung von Kindern und Jugendlichen dienen. Außerdem stellt sie Hilfen für mehrfach behinderte Menschen bereit. "Wir fördern aber auch ehrenamtliches Engagement für Menschen mit Behinderung", sagt der zukünftige Geschäftsführer der Andreas-Stiftung, Matthias Warnking.

Die Schirmherrschaft übernimmt der Dammer Unternehmer Franz Grimme. Sein international tätiger Betrieb arbeitet bereits seit vielen Jahren mit den Werkstätten des Andreaswerkes zusammen. "Gesundheit und Wohlbefinden sind keine Selbstverständlichkeit - jeder von uns kann betroffen sein. Bei einem Besuch erfuhren wir, dass mehr als 90 Prozent aller Behinderungen im Laufe des Lebens etwa durch Krankheit oder Unfall verursacht werden, also nicht angeboren sind. Dieses Wissen hat uns tief bewegt", beschreibt Grimme die Motivation für sein Engagement.

"Die Menschen in unserer Heimat sind sehr hilfsbereit", sagt Matthias Warnking. "Viele sind aber durch die häufigen Aufrufe zur Hilfe schlicht verunsichert. Oft bleibt unklar, wie und wo ihre Zuwendung eingesetzt wird. Was bei der Andreas-Stiftung mit den Spenden und Zustiftungen passiert, soll, muss und wird jederzeit für jeden nachvollziehbar und äußerst transparent sein", betont er.

Zuwendungen an die Stiftung lohnen sich dabei für alle Beteiligten. Denn neben gesellschaftlicher Anerkennung und dem Kontakt zur Stiftung gibt es besonders im Gründungsjahr, das ab November 2006 zählt, steuerliche Vorteile. Privatpersonen können von dem Kapital, das sie im Gründungsjahr einzahlen, bis zu 307000 Euro von der Einkommensteuer absetzen. Außerdem ist es möglich, zielgerichtet für bestimmte Vorhaben zu stiften oder zu spenden.


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