zuletzt aktualisiert vor

Die Welt von oben - Tolle Aussichtstürme in der Region

Die Osnabrücker Marienkirche von der Katharinenkirche aus gesehen. Auch deren Turm wird künftig eine Aussichtsplattform haben.Die Osnabrücker Marienkirche von der Katharinenkirche aus gesehen. Auch deren Turm wird künftig eine Aussichtsplattform haben.

Dieser Ausflugstipp beschert nicht nur Kindern tolle Aussichten. Paula Print empfiehlt drei Türme in der Region, auf die Du unbedingt einmal mit Deinen Eltern oder Freunden steigen solltest.

Mitten in der Osnabrücker Altstadt liegt die 700 Jahre alte Marienkirche. Ihr Turm ist jeden Sonntag von 11.30 bis 13 Uhr geöffnet. Durch einen engen Gang und über 192 Stufen geht es (vorbei an den großen Glocken) bis zu einem offenen Umgang in 40 Meter Höhe.

Belohnt werden die Mühen des Aufstiegs mit einem schönen Rundblick. Von hier oben ist das mittelalterliche Stadtbild von Osnabrück mit den verwinkelten Gassen gut zu erkennen. Als markante Punkte weiter weg sind die anderen Kirchen der Stadt und die Berge und Hügel der Umgebung zu sehen.

Einer davon ist der Dörenberg zwischen Georgsmarienhütte und Bad Iburg, der mit 331 Metern die höchste Erhebung im Osnabrücker Land ist. Seit 1975 steht dort ein 21 Meter hoher Aussichtsturm. Gipfel und Turm sind am schnellsten vom Wanderparkplatz am Gasthaus Herrenrest an der Bundesstraße 51 zu erreichen (in etwa 30 Minuten). Der Aussichtsturm heißt übrigens in Erinnerung an die Schlacht im Teutoburger Wald zwischen Römern und Germanen „Hermannsturm“. Hermann (Arminius) war der Anführer der Germanen.

Inzwischen wissen wir, dass das antike Schlachtfeld nicht im Teutoburger Wald, sondern weiter nördlich in Kalkriese liegt. Und nicht weit vom heutigen Museum der Varusschlacht steht auf dem 156 Meter hohen Venner Berg ein weiterer lohnender Aussichtsturm (westlich von Venne ausgeschildert von der Bundesstraße 218).

Die Plattform ist 20 Meter hoch und bietet unter anderem einen tollen Blick ins norddeutsche Flachland. Eigentlich ist es kaum vorstellbar, dass sich hier Römer und Germanen vor 2000 Jahren eine tagelange Schlacht geliefert haben. Bei klarem Wetter sind angeblich 37 Kirchtürme zu sehen. Für den 1976 fertiggestellten Aussichtsturm in Venne wurden damals fünf Lastwagenladungen Beton und drei Lastwagenladungen Lärchenholz verbaut.