Draußen erfrieren oder lieber zu Hause Workouts machen? Wintersport Mountainbike

Von Emilie Veeningen

Biken im Schnee: Zu unsicher oder machbar?Biken im Schnee: Zu unsicher oder machbar?
iStock/Graham McKerrell

Osnabrück. Die Tage werden kürzer und kälter. Biken im Winter ist eine Sache für sich. Ob auf der Straße mit dem Rennrad oder im Wald auf den Trails mit dem Mountainbike. Irgendwann wird es selbst für die Härtesten unangenehm und kalt.

Kälte bedeutet Stress für unseren Körper und unser Immunsystem. Wir alle haben einen Wohlfühlbereich, der von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein kann. Dieser Wohlfühlbereich liegt etwa zwischen 10 und 25 Grad. Unter als auch über diesem Bereich wird unser Körper stark belastet - er schüttet das Stresshormon Kortisol aus. Noch dazu kommt, dass wir im Winter anfälliger für Viren werden, wie die Infektion der oberen Atemwege URTI (Upper Respiratory Tract Infection), die häufigste Erkrankung bei Radsportlern.

Also sollte man komplett auf sein Training auf dem Rad verzichten? Nein, denn: Körperliche Aktivität in Maßen stärkt das Immunsystem. Mit Verhaltensänderungen können wir unserem Organismus helfen, Stress zu verringern. Man sollte also in Maßen fahren. Außerdem kann man auf Alternativen und Tipps zurückgreifen, um sicher mit dem Bike durch den Winter zu kommen.

Bike und Biker winterfest kriegen: So geht’s

Bike und Biker sollten beide winterfest gemacht werden. Auf die Kleidung kommt es an. Man sollte auf das typische „Zwiebel-Prinzip“ zurückgreifen. Lieber eine Schicht zu viel tragen, denn man kann sie auf der Tour immer noch ablegen. Die oberste Kleidungsschicht sollte am besten eine wasserabweisende Schicht sein. Die Unterste sollte die Radhose sein. Von einigen Herstellern gibt es extra Winterhosen und Unterhosen für das Training in der kalten Jahreszeit. Das Bike sollte mit dicken „Winter-Reifen“ ausgestattet sein, einem grobstolligen Profil und festeren Reifen, damit man im Gelände besseren Grip hat. 

Damit der jetzt gut ausgerüstete Biker gesehen wird, sollte man sich um die Beleuchtung kümmern. Es gibt verschiedenste Arten und Modelle im Bereich Beleuchtung. Man kann selbst entscheiden, ob man die Beleuchtung lieber am Lenker oder am Helm befestigt. Sitzt die Lampe am Helm, wird das Sichtfeld optimal ausgeleuchtet. Am Lenker bekommt man einen langen, flachen Strahl, der Bodenunebenheiten und Wurzeln besonders gut sichtbar macht. 

iStock/ArtistGNDphotography
Wenn draußen der Winter tobt, lässt es sich mit einer Rolle gut Zuhause fahren.

Und was ist mit den Stürzen? Um die sollte man sich nicht allzu viele Sorgen machen. Die Fahrtechnik muss man nicht ändern, aber die Achtsamkeit sollte dafür umso besser sein. Wichtig ist, vorrausschauend zu Fahren und clever zu trainieren. Also überlegen und sich sicher sein, ob man sich bei den Wetterbedingungen aufs Bike traut.  

Alternativen bei schlechtem Wetter

Wenn das Wetter länger mal nicht mitspielt, es verschneit, zu nass oder zu glatt ist, kann man zu Alternativen greifen, um auch bei schlechtem Wetter effizient zu trainieren. Eine Möglichkeit ist es, die sogenannte „Rolle“ zu benutzen. Das ist ein Gerät, auf die das Fahrrad gestellt oder eingebaut wird, um in den eigenen vier Wänden fahren zu können. Eine weitere Möglichkeit ist Krafttraining mit Gewichten oder dem eigenen Körpergewicht.

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