Vierbeiner zwischen den Bürostühlen So klappt es mit dem Hund im Büro

Hunde können die idealen Begleiter im Arbeitsalltag sein.Hunde können die idealen Begleiter im Arbeitsalltag sein.
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Osnabrück. Die Rückkehr aus dem Homeoffice zurück ins Büro stellt viele neue Hundebesitzer vor die Fragen, ob sie den Vierbeiner mit ins Büro nehmen können und welche Herausforderungen sich daraus ergeben. Beim Bürohund muss vieles beachtet werden und nicht jeder Büroarbeitsplatz ist dafür geeignet.

Während der Corona-Zeit haben sich viele Menschen einen Hund zugelegt. Klar, durch den Lockdown hatte man massig Zeit für den pelzigen Familienzuwachs. Dank Homeoffice musste der Hund auch während der Arbeitszeit nie lange allein sein. Der ideale Zeitpunkt also, um sich für einen Welpen oder einen ausgewachsenen Hund zu entscheiden.

Nach monatelangem Homeoffice kommt für viele Büromitarbeiter nun wieder die Rückkehr in den Büroalltag. Am liebsten mit Hund. Das hat nicht nur Vorteile für den Hund, der nicht allein zu Hause bleiben muss, sondern auch für die Kollegen und das Arbeitsklima. Ein Hund im Büro kann Stress senken. Studien belegen, dass beim Streicheln des pelzigen Mitarbeiters das Kuschelhormon Oxytocin ausgeschüttet wird, wodurch das Stresshormon Cortisol abgebaut wird.

Laut der Untersuchung des Bundesverbandes Bürohund e.V. steigt sogar die Loyalität der Mitarbeiter, wenn der Arbeitgeber einen Bürohund erlaubt. Die Bereitschaft, den Arbeitgeber zu wechseln, verringert sich mit einem Hund im Büro. Die Krankmeldungen gehen ebenfalls zurück und das Risiko für Burn-Out-Fälle sinkt. Das alles sind nur einige der Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. 

Feste Regeln und gute Erziehung

Erfahrungsgemäß ist die Einführung von Hunden im Büro sogar einfacher umzusetzen als in der Theorie gedacht. Doch was für Punkte sollte man beachten, damit es mit der Fellnase im Büro funktioniert?

1. Rücksicht auf Kollegen

Natürlich sollte vorher abgeklärt werden, ob der Chef und die Kollegen mit einem Bürohund einverstanden sind. Dabei können vor allem Ängste und Allergien eine große Rolle spielen. Es sollte abgewogen werden, ob eine Einführung von Bürohunden sicher ist, ohne die Gesundheit der Kollegen mit einer vorliegenden Allergie zu gefährden. Wenn möglich, sollten hundefreie Zonen im Büro festgelegt werden.

2. Der Hund

Der Hund sollte gut erzogen sein. Das bedeutet, er sollte aufs Wort gehorchen und allein am Platz bleiben können, sollte der Besitzer kurz den Raum verlassen. Ein ruhiger Charakter ist hilfreich, um auch ängstliche Kollegen nicht zu verunsichern. Wichtig ist auch, dass der Hund geimpft und versichert ist. Der Hund sollte langsam an das Büro gewöhnt werden, statt ihn direkt einen ganzen Tag mit ins Büro zu nehmen.

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Ein geeigneter Platz im Büro ist wichtig, damit die Fellnase sich wohl fühlt.

3. Der Platz

Grundsätzlich sollte der Platz, an dem der Hund sich aufhält, sauber gehalten werden. Essensreste, Haare oder kleine Unfälle müssen sofort beseitigt werden. Der Futternapf sollte verschließbar sein, um unangenehme Gerüche zu vermeiden. Für den Hund sollte eine Decke oder ein Körbchen bereitstehen, damit dieser einen festen Platz hat, an den er sich zurückziehen kann.

4. Geregelter Ablauf

Um es dem Hund im Büro möglichst angenehm zu gestalten, sollten Routinen geschaffen werden. Es sollten feste Futterzeiten, Spielzeiten und Spaziergänge geplant werden. Auch eine weitere Bezugsperson im Büro ist hilfreich. Dadurch ist die Fellnase auch in guten Händen, wenn das Herrchen in einem Meeting ist.

Ist dies alles gegeben, kann es mit einem Hund im Büro funktionieren. Stellt man jedoch fest, dass der vierbeinige Kollege mehr Unruhe in den Büroalltag bringt oder dieser sich nicht wohlfühlt, sollte eine Alternative, wie ein Dogsitter, in Betracht gezogen werden, damit der Hund nicht alleine zu Hause bleiben muss.

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