Anzeige Moderne Gefäß-Medizin im Klinikum Osnabrück

Von Klinikum Osnabrück

Profi in Sachen Gefäßerkrankungen: Dr. Siegfried KrishnabhakdiProfi in Sachen Gefäßerkrankungen: Dr. Siegfried Krishnabhakdi
Simone Reukauf

Osnabrück. "Ich will mein Bein nicht verlieren!“ Mit diesen Worten begrüßte der damals 52-jährige Patient den Chefarzt bei deren ersten Begegnung. Es waren andernorts bereits mehrere Bypässe aus Kunststoff am gleichen Bein wegen Durchblutungsstörungen eingesetzt worden. Alle waren nur kurzfristig erfolgreich.

Der Chefarzt operierte mit seinem damaligen Team den Patienten nochmal und konnte eine Umleitung mit körpereigenen Venen von Arm und Bein legen, die nach 8 Jahren noch offen ist und dem Patienten bis heute einen beschwerdefreien Alltag ermöglicht. „Durch Ultraschall finden wir die Venen, wählen sie aus und setzen sie dann zu einem alternativen Blutleiter zusammen“, berichtet ein Mitglied seines neuen Teams in Osnabrück. Dr. med. Siegfried Krishnabhakdi ist Gefäßchirurg und Ultraschall-Spezialist. Er hat Kriterien mitentwickelt, die zur Planung solcher Operationen entscheidend sind. „Nicht jede Vene ist als Bypass gut geeignet. Wichtig ist es, die besten Materialien auszuwählen und bei der ersten Operation zu verwenden“, erklärt Dr. Krishnabhakdi das Grundprinzip Extremitäten erhaltender Gefäßoperationen. 

Gleiches gilt für die Herstellung von Dialysezugängen (Shunts) oder beim Gefäßersatz im Fall infizierter Blutgefäße. Durch Ultraschall werden solche Operationen nicht nur geplant, die Rekonstruktionen werden auch während der Operation auf ihre gute Qualität überprüft. Bei den meisten Patienten erfolgt die Nachsorge ebenfalls allein durch Ultraschall. Röntgenverfahren mit Kontrastmittel kommen im Rahmen der Planung, Behandlung und Nachsorge nur ausnahmsweise zum Einsatz. Dies ist für Gefäßpatienten, die an den Nieren bereits häufig vorgeschädigt sind, besonders von Vorteil.

Individuelle Behandlungsmethoden

Erkrankungen der Halsschlagader werden in enger Zusammenarbeit mit den Kliniken für Neurologie und Radiologie ähnlich behandelt. Behandlungsmethoden werden individuell auf den Patienten und den aktuellen Bund im interdisziplinären Austausch abgestimmt. „Von der engen freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen profitiert der Patient ganz besonders“, betont Siegfried Krishnabhakdi.

„Natürlich setzen wir da auch Kunststoffprothesen ein“, erläutert der Chefarzt die Vorgehensweise bei Gefäßoperationen im Brustkorb und Bauch. „In diesen Regionen sind die Gefäße sehr groß, und passende, körpereigene Venen als Ersatzgefäße sind nur mit größerem Risiko für den Patienten zu gewinnen. Ein solches Vorgehen kommt daher nur bei lebensbedrohlichen Gefäßinfektionen des Körperstammes infrage.“ Ob Gefäßverengungen, Verschlüsse oder Erweiterungen wie Aneurysmen durch offene Operation, kathetergestützt mit Stentprothese oder in einem beide Verfahren kombinierten Vorgehen (Hybridprozedur) behandelt werden, entscheidet nicht allein der Patientenwunsch, sondern auch die Art und Lokalisation der Erkrankung. Ins Gewicht fallen darüberhinaus Begleit-
erkrankungen, die meist Herz, Lunge und Nieren betreffen. Rund um die Uhr wird die Gefäßchirurgie durch die Kardiologie, Pulmologie und Nephrologie unterstützt, um für die Patienten auch in der Notfallsituation den bestmöglichen Behandlungsweg zu finden.

Hybrid-OP in Gefäßchirurgie

Für diese Behandlungen steht rund um die Uhr ein so genannter Hybrid-OP mit einer modernen Röntgenanlage zur Verfügung, der allein durch die Gefäßchirurgie genutzt wird und daher auch einen Verfahrenswechsel innerhalb einer Operation ermöglicht. „Wir können daher auch während einer Operation auf die besonderen Gegebenheiten reagieren und zum Beispiel von einer kathetergestützten Maßnahme zu einer offenen OP übergehen oder eine offene Operation mit Kathetern in angrenzende Körperregionen erweitern, ohne diese zusätzlich eröffnen zu müssen“, hebt der neue Chefarzt der Klinik für Gefäßchirurgie die Bedeutung des für die Gefäßchirurgie frei verfügbaren Hybrid-OPs hervor.

Zusammenfassend hält er fest, dass das Wichtigste jedoch die Menschen in der Gefäßchirurgie und in den kooperierenden Kliniken sind. „Die Zusammenarbeit ist exzellent und gemeinsam haben wir in den wenigen Monaten des gemeinsamen Wirkens für die uns anvertrauten Menschen bereits viel erreicht. Ich freue mich schon sehr auf das, was wir in Zukunft für die von uns betreuten Menschen erreichen werden. Im Klinikum Osnabrück bin ich voll und ganz angekommen.“

Davon konnte sich auch unser Bypass-Patient überzeugen. Zur aktuellen Nachsorge war er bereits nach Osnabrück angereist. Der Bypass funktioniert einwandfrei und mit etwas Glück wird ein weiterer Eingriff nicht mehr nötig sein.

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