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Polizei Leer benötigt Hinweise Vermisster Lars Wunder: Bevölkerung gibt nicht auf

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Jemgum. Die Polizei, die Feuerwehr und auch Freunde und Familie, sie alle suchen und geben nicht auf, Lars Wunder zu finden. Seit Sonntag wird der 31-Jährige aus Jemgum vermisst. Er kehrte von einem Fest nicht zurück. Die Polizei fahndet, hat aber keine neuen Hinweise. Dass der Vermisste womöglich ertrunken ist, wird nicht ausgeschlossen, ist aber unwahrscheinlich, so die Polizei.

Es ist mysteriös. Das Feuerwehrhaus in Critzum und das Ortseingangsschild Jemgum trennen lediglich etwas mehr als 2,5 Kilometer. Genau dort, im erstgenannten Ort, war Lars Wunder am Samstagabend auf einem Feuerwehrfest. Gegen Mitternacht machte er sich auf dem Weg mit Freunden in das Sielhuus nach Jemgum. Lange blieben sie nicht, gegen 1 Uhr fuhren sie mit dem Auto wieder zurück zum Feuerwehrhaus in Critzum. Ab etwa 2 bis 3 Uhr verliert sich die Spur des 31-Jährigen, sagt Polizeisprecherin Annika Zempel.

Ehefrau meldet Lars Wunder als vermisst

Am Sonntagnachmittag gab die Ehefrau von Lars Wunder eine Vermisstenmeldung bei der Polizei auf, mit 50 Einsatzkräften suchte die Polizei Leer sowie die Feuerwehren aus Critzum, Hatzum und Jemgum nach dem Mann. Ein Polizeihund der Polizeidirektion Osnabrück, ein sogenannter Mantrailer, sowie Polizeihubschrauber aus Hannover wurden eingesetzt. In Critzum, im Bereich der Critzumer Straße, wurde sein Handy am Abend gefunden, ausgeschaltet.

Foto des 31-Jährigen bei Facebook geteilt

Mit dem Satz „Mein Mann wird seit heute Nacht 1 Uhr vermisst“, wendete sich die Ehefrau von Wunder am Sonntagabend an die Facebook-User. Feuerwehren und Polizeidienststellen rund um Leer zogen am Montagmorgen nach und teilten in den Sozialen Netzwerken die Vermisstenmeldung inklusive Foto. Rasend schnell wurde die Vermisstenmeldung von den Usern verbreitet, allein die Meldung der Ehefrau wurde bis heute knapp 22000 Mal geteilt.

(Weiterlesen: Vermisster bei Leer: Polizei schließt Unglück nicht aus)

Die Polizei ging den Hinweisen der User nach, fuhr Straßen zwischen Critzum und Jemgum ab, suchte in den Gärten und auch in Gräben sowie Schloten. Zwar geht die Polizei derzeit nicht davon aus, dass der Vermisste ertrunken ist, „ausschließen kann man es aber nicht“, so Annika Zempel. Die Feuerwehr habe aber die Bereiche entlang der Bäche und Schlote und auch der Ems abgesucht, ergebnislos. Laut Zempel ist es auch unwahrscheinlich, dass der Vermisste sich nahe der Ems aufgehalten hat, da er zuvor die Deiche hätte überwinden müssen und die Ems abseits der Strecke zwischen Critzum und Jemgum liegt. „Die Ems ist schon ein ganz schönes Stück weg.“

„Engagement der Bevölkerung ist beeindruckend“

Bei einer erneuten Suchaktion am Montag konnte ein Spürhund die Spur des 31-Jährigen aufnehmen und bis Midlum verfolgen. (Weiterlesen:Polizeihunde nehmen Spur auf) Zwischen Midlum und Jemgum verlor sich jedoch seine Spur. Zuletzt wurde am Dienstag noch einmal ein Polizeihubschrauber zur großflächigen Suche nach dem 31-Jährigen eingesetzt.

Wie die Polizeiinspektion Leer auf Anfrage mitteilte, hat der Hubschrauber von Hatzum bis zum südlichen Gebiet von Jemgum alles abgesucht – ohne Erfolg, sagt Polizeisprecherin Annika Zempel. „Wir sind auf neue Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, sagt sie. Da es keine gebe, werde derzeit mit Polizeihunden und Hubschraubern nicht gesucht. Laut Zempel gibt es private Suchaktionen, die einzelnen Löschgruppen finden sich zusammen. „Das Engagement der Bevölkerung ist beeindruckend“, sagt die Polizeisprecherin. ( Weiterlesen: Suche nach Lars Wunder aus Jemgum – nichts bleibt unversucht )


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