zuletzt aktualisiert vor

Theaterpreis für Osnabrück Städtische Bühnen gehören zu den zwölf Prämierten

Meine Nachrichten

Um das Thema Medien & Kultur Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wertvolle Arbeit mit dem Nachwuchs im Stadtprojekt Remarque: „Entfesselt die Bühne“, Schüle des Angela Gymnasiums führen Impressionen aus „Im Westen nichts Neues“ auf. Foto: Gert WestdörpWertvolle Arbeit mit dem Nachwuchs im Stadtprojekt Remarque: „Entfesselt die Bühne“, Schüle des Angela Gymnasiums führen Impressionen aus „Im Westen nichts Neues“ auf. Foto: Gert Westdörp

Osnabrück. Das Theater Osnabrück gehört zu den zwölf Siegern beim Theaterpreis des Bundes. 187 Bühnen hatten sich bundesweit beworben, unter denen eine von Kulturstaatsministerin Monika Grütters berufene Jury zwölf Kandidaten prämierte. Das Theater Osnabrück bekommt ein Preisgeld in Höhe von 80000 Euro.

Der erstmals vergebene Preis sei „als Pilotprojekt zur Unterstützung kleinerer und mittlerer Theater“ ausgelobt worden, gab Grütters am Montag in Berlin bekannt. Er solle dazu ermutigen, „erfolgreiche Beispiele einer in die Stadtgesellschaft wirkenden Kulturarbeit fortzuführen“.

Grundlage der Bewertung waren die Programme der vergangenen Spielzeit. „Den Städtischen Bühnen Osnabrück gelingt es auf beeindruckende Weise, mit allen Sparten gleichermaßen ein qualitativ bemerkenswertes und stringentes Programm zu gestalten“, so die Begründung der Jury. Sie hebt unter anderem die „nachhaltige Autorenförderung“ hervor, die das Theater mit seinem Dramatikerpreis betreibt. Gelobt wird auch „ein ambitioniertes Musiktheater“ mit „selten gespielten und zeitgenössischen Opern“. Hervorgehoben werden außerdem das Spieltriebe-Festival und „groß angelegte Rechercheprojekte“ wie etwa das „Stadtprojekt Remarque“ der vergangenen Spielzeit, zu dem unter anderem eine Schreibwerkstatt für junge Erwachsene, szenische Stadtführungen und ein Tanzabend gehörten.

Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 900000 Euro vergeben. Die einzelnen Preisgelder orientieren sich an der öffentlichen Förderung der ausgezeichneten Theater. Mehr als 80000 Euro werden aber keinem der Preisträger zugesprochen, zu denen unter anderem der Heimathafen Neukölln, das Maxim Gorki Theater und das Theater Oberhausen gehören.

Der Osnabrücker Theaterintendant Ralf Waldschmidt zeigte sich „stolz darauf“, dass das Theater Osnabrück als eine der ersten Bühnen mit dem Theaterpreis ausgezeichnet werde. Er ist überzeugt, der Preis sei eine „verdiente Anerkennung für das große Engagement des Theaters, auch Wege abseits des Mainstreams zu wagen und gesellschaftlich wichtige und auch kontroverse Themen anzugehen“. Das Geld werde für weitere Theaterprojekt eingesetzt, versprach er.

Die Preisverleihung findet Ende Januar statt. Die Jury bestand aus der Kulturjournalistin Barbara Behrendt, Detlef Brandenburg, Chefredakteur der Deutschen Bühne, Anne Peter von der Chefredaktion der Internetplattform „Nachtkritik“, und Holger Bergmann, ab 2016 neuer Geschäftsführer des Fonds Darstellende Kunst in Berlin.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN