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Flughafen Münster/Osnabrück will Startbahn nur auf 3000 Meter verlängern
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Flughafen Münster/Osnabrück will Startbahn nur auf 3000 Meter verlängern
Flughafen Münster/Osnabrück will Startbahn nur auf 3000 Meter verlängern
Münster/Osnabrück. Im Streit um die Startbahnverlängerung am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) auf 3600 Meter ist noch in diesem Jahr ein Kompromiss möglich. Die FMO-Geschäftsführung und der Hauptkritiker des Projekts, der Naturschutzbund (NABU), setzen große Hoffnungen in Verhandlungen über einen verkürzten Ausbau von jetzt 2200 auf möglicherweise nur 3000 Meter.
Entsprechende Gespräche haben am Montag beide Seiten unserer Zeitung bestätigt. FMO-Geschäftsführer Gerd Stöwer hält sogar eine Einigung innerhalb der nächsten drei Monate für möglich. Demnach soll der besonders geschützte Eltingmühlenbach aufwendig und naturgerecht an der geplanten Startbahn vorbeigeführt und nicht mehr übertunnelt werden.
Kommentar zum Thema: Geschickter Schachzug
Zur endgültigen Länge der Startbahn wollte sich Stöwer aber nicht äußern. Eine kürzere Startbahn sei jedoch machbar, weil sich die Luftfahrt in den vergangenen 17 Jahren seit dem Beginn der Planungen technisch rasant weiterentwickelt habe. Auch unter den veränderten Voraussetzungen könnten Flugziele wie New York oder die Dominikanische Republik angeflogen werden. „Weiter entfernte Ziele wie Tokio oder Sydney liegen ohnehin nicht in unserem Fokus“, sagte der FMO-Geschäftsführer. Eine entsprechende Änderung des Planfeststellungsbeschlusses hält Stöwer bis Ende 2012/Anfang 2013 für möglich.
Optimistisch äußerte sich am Montag auch der Vorsitzende des nordrhein-westfälischen Naturschutzbundes, Josef Tumbrinck. Der NABU habe im Streit um die Startbahnverlängerung schon vor vielen Jahren den jetzt diskutierten Kompromiss vorgeschlagen. „Der FMO muss sich aber erst einmal mit den Details dieser Lösung befassen“, sagte Tumbrinck.
Mitte dieses Jahres hatte das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig die Pläne für den Flughafenausbau gebremst und eine erneute Überprüfung der Startbahnverlängerung gefordert. Der FMO zählt zu den 19 internationalen Verkehrsflughäfen Deutschlands und wurde 1972 eröffnet. Ende der 90er-Jahre pendelten sich die Fluggastzahlen bei 1,5 Millionen im Jahr ein. Seit zwei Jahren muss der FMO jedoch leicht rückläufige Zahlen hinnehmen. Der Flughafen gehört 15 Gesellschaftern, darunter die Stadtwerke Münster, die Stadt Osnabrück, die Landkreise Osnabrück und Emsland sowie die Beteiligungsgesellschaft des Kreises Steinfurt und die Grevener Verkehrs GmbH.
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