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Tippspiel
VfL Osnabrück
VfL Osnabrück versetzt Fans in Karnevalsstimmung
Osnabrück. Stehende Ovationen für eine packende Vorstellung einer Mannschaft, die spätestens am Freitagabend mit dem 2:0 (1:0) über den 1. FC Saarbrücken ihr Publikum zurückerobert hat. 8500 Fans feierten ihren VfL, der sich auf den siebten Platz verbessert hat und ein eindeutiges Signal an die Drittliga-Konkurrenten sendete: Mit uns ist zu rechnen! In der zweiten Hälfte zeigten die Lila-Weißen mit den Torschützen Martin Hudec (21.) und Rouwen Hennings (51.) die beste Leistung seit Monaten.
Der VfL tat sich zunächst schwer mit den sperrigen Saarländern, die auf frühes Attackieren setzten. So waren es Soli von Kevin Kampl, die das Publikum erfreuten. Allerdings fehlte es dem dribbelstarken slowenischen Junioren-Nationalspieler beim finalen Pass an Präzision, sodass es zu keinen klaren Möglichkeiten kam.
Also musste das Muster der letzten Spiele greifen, um zum Erfolg zu kommen – ein Standard. Den ersten Eckball der Partie zirkelte Rouwen Hennings so wuchtig und präzise, dass einer der langen Kerls des VfL einfach treffen musste. Und mit Hudec war dabei ein Spezialist zur Stelle, der die Kugel per Kopf in die Maschen wuchtete (21.).
Eigentlich hätte dieses Führungstor dem Spiel des VfL Sicherheit geben und Konterchancen eröffnen müssen. Die Gelegenheiten zu Schnellangriffen gab es tatsächlich, doch sie wurden noch nicht konsequent zu Ende gespielt. Insbesondere Andreas Glockner missrieten einige Pässe..
In Richtung Halbzeit wurde das Angriffsspiel des 1. FCS gefährlicher, doch in allen bedrohlichen Situationen behielt Torwart Manuel Riemann die Übersicht oder war mit reaktionsschnellem Eingreifen zur Stelle. Den zweiten Dreier in Folge vor Augen drehte der VfL nach dem Seitenwechsel richtig auf – es wurde „Wollitz-Fußball“ gespielt. Schnelle Kombinationen, druckvolles Flügelspiel, aber häufig auch die vom Trainer gewünschte Spielverlagerung: Der VfL spielte den Gegner phasenweise an die Wand, wobei die Südwestler früh nach Wiederbeginn mit Kohlers Flachschuss (48.) eine Ausgleichschance besaßen.
Kurz darauf rückte der VfL die Verhältnisse ins rechte Licht, als Hennings einen Freistoß aus 25 Metern flach ins Saarbrücker Tor drosch (51.). Premierentreffer für die St.-Pauli-Leihgabe, der Knoten ist geplatzt. Dabei ist der 24-Jährige der Erfolgsgarant schlechthin der bisherigen Restspielzeit – er war an allen sechs Treffern beteiligt.
Es hätte ein höherer Sieg werden können, die Möglichkeiten waren da. Zum Beispiel bei einem Foulelfmeter, der von Schiedsrichter Günter Perl nach einem Foul von Eggert an Kachunga berechtigterweise verhängt wurde (62.). Doch Glockner, der sich zwischenzeitlich wieder gut ins Spiel gekämpft hatte, schoss den Strafstoß einfach zu schlapp, sodass er zu einer leichten Beute für Torwart Marina wurde.
Der VfL schaffte es, diesen Rückschlag wegzustecken. Das Angriffsspiel war in der Folge zwar nicht mehr ganz so dynamisch, aber das Wollitz-Team behielt die Kontrolle. Das lag auch an der erneut verbesserten Defensivarbeit mit dem starken Innenverteidiger-Gespann Hudec/Jan Mauersberger.
Mit der Hereinnahme von Publikumsliebling Jan Tauer kam endgültig Karnevalsstimmung in die Arena - und fast hätte es bei Chancen von Kampl (87.) und Hennings (89.) noch Extra-Kamelle gegeben. Doch auch so war es ein harmonischer Abend, der dokumentierte, dass die VfL-Familie wieder enger zusammengerückt ist. Das Derby kann kommen!
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07.04.2012
