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VfL Osnabrück versetzt Fans in Karnevalsstimmung
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Erfolgsgarant Hennings

VfL Osnabrück versetzt Fans in Karnevalsstimmung

Osnabrück. Stehende Ovationen für eine packende Vorstellung einer Mannschaft, die spätestens am Freitagabend mit dem 2:0 (1:0) über den 1. FC Saarbrücken ihr Publikum zurückerobert hat. 8500 Fans feierten ihren VfL, der sich auf den siebten Platz verbessert hat und ein eindeutiges Signal an die Drittliga-Konkurrenten sendete: Mit uns ist zu rechnen! In der zweiten Hälfte zeigten die Lila-Weißen mit den Torschützen Martin Hudec (21.) und Rouwen Hennings (51.) die beste Leistung seit Monaten.

 
 
1 bis 4 von 18
Ein Sieg, eine Mannschaft: Der VfL feiert das 2:0 gegen Saarbrücken. Foto: Michael Hehmann Vorbildlich: Kapitän Claus Costa ist vor seinem Gegenspieler am Ball. Foto:: Helmut Kemme Grund zum Feiern mit den Fans: Der VfL Osnabrück holt sechs Punkte in Serie. Fotos: Hehmann Für den Zweitliga-Absteiger erzielten Martin Hudec (20.) und Rouwen Hennings (58.) vor 8500 Zuschauern die entscheidenden Tore. Während die Niedersachsen ihren achten Saisonerfolg bejubelten, geht die Negativserie von Saarbrücken weiter. Der Tabellen-Fünfte ist seit nunmehr sechs Spielen ohne Sieg, während dessen sich Trainer Pele Wollitz mit seinem Team erfolgreich in die Aufholjagd Richtung Tabellenspitze begeben hat. Wollitz schickte die Startelf vom 2:0-Sieg gegen Wehen auf den Rasen. Doch in den ersten 20 Minuten leisteten sich die Gastgeber einen Fehlpass nach dem anderen. Nach einer Ecke von Hennings sprang Abwehrchef Hudec am höchsten und markierte die VfL-Führung Die Hausherren waren das bessere und aktivere Team. Auch stand ihre Abwehr besser, hier hält Riemann den Ball. Osnabrück drückte auch danach weiter aufs Tempo. Nach der Pause war es dann Hennings, der das 2:0 erzielte. Das 3:0 vergab Andreas Glockner... ... der einen Foulelfmeter nur schwach schoss. Den klaren Sieg gefährdete das aber nicht. Der VfL kann mit den zwei erfolgreichen Spielen nun selbstbewusst in die nächste Partie gehen... Beim Derby in Münster wollen die VfLer genauso nach vorne spielen wie am Freitagabend.

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Der VfL tat sich zunächst schwer mit den sperrigen Saarländern, die auf frühes Attackieren setzten. So waren es Soli von Kevin Kampl, die das Publikum erfreuten. Allerdings fehlte es dem dribbelstarken slowenischen Junioren-Nationalspieler beim finalen Pass an Präzision, sodass es zu keinen klaren Möglichkeiten kam.

Also musste das Muster der letzten Spiele greifen, um zum Erfolg zu kommen – ein Standard. Den ersten Eckball der Partie zirkelte Rouwen Hennings so wuchtig und präzise, dass einer der langen Kerls des VfL einfach treffen musste. Und mit Hudec war dabei ein Spezialist zur Stelle, der die Kugel per Kopf in die Maschen wuchtete (21.).

Eigentlich hätte dieses Führungstor dem Spiel des VfL Sicherheit geben und Konterchancen eröffnen müssen. Die Gelegenheiten zu Schnellangriffen gab es tatsächlich, doch sie wurden noch nicht konsequent zu Ende gespielt. Insbesondere Andreas Glockner missrieten einige Pässe..

In Richtung Halbzeit wurde das Angriffsspiel des 1. FCS gefährlicher, doch in allen bedrohlichen Situationen behielt Torwart Manuel Riemann die Übersicht oder war mit reaktionsschnellem Eingreifen zur Stelle. Den zweiten Dreier in Folge vor Augen drehte der VfL nach dem Seitenwechsel richtig auf – es wurde „Wollitz-Fußball“ gespielt. Schnelle Kombinationen, druckvolles Flügelspiel, aber häufig auch die vom Trainer gewünschte Spielverlagerung: Der VfL spielte den Gegner phasenweise an die Wand, wobei die Südwestler früh nach Wiederbeginn mit Kohlers Flachschuss (48.) eine Ausgleichschance besaßen.

Kurz darauf rückte der VfL die Verhältnisse ins rechte Licht, als Hennings einen Freistoß aus 25 Metern flach ins Saarbrücker Tor drosch (51.). Premierentreffer für die St.-Pauli-Leihgabe, der Knoten ist geplatzt. Dabei ist der 24-Jährige der Erfolgsgarant schlechthin der bisherigen Restspielzeit – er war an allen sechs Treffern beteiligt.

Es hätte ein höherer Sieg werden können, die Möglichkeiten waren da. Zum Beispiel bei einem Foulelfmeter, der von Schiedsrichter Günter Perl nach einem Foul von Eggert an Kachunga berechtigterweise verhängt wurde (62.). Doch Glockner, der sich zwischenzeitlich wieder gut ins Spiel gekämpft hatte, schoss den Strafstoß einfach zu schlapp, sodass er zu einer leichten Beute für Torwart Marina wurde.

Der VfL schaffte es, diesen Rückschlag wegzustecken. Das Angriffsspiel war in der Folge zwar nicht mehr ganz so dynamisch, aber das Wollitz-Team behielt die Kontrolle. Das lag auch an der erneut verbesserten Defensivarbeit mit dem starken Innenverteidiger-Gespann Hudec/Jan Mauersberger.

Mit der Hereinnahme von Publikumsliebling Jan Tauer kam endgültig Karnevalsstimmung in die Arena - und fast hätte es bei Chancen von Kampl (87.) und Hennings (89.) noch Extra-Kamelle gegeben. Doch auch so war es ein harmonischer Abend, der dokumentierte, dass die VfL-Familie wieder enger zusammengerückt ist. Das Derby kann kommen!


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