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Spiel-Analyse beim VfL: Wollitz schonungslos, Spieler ratlos
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 07. Februar 2012 21:58 Uhr

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Ray R. Freitag, 10. Februar 2012 09:24 Uhr

Ärger entlud sich in der Kabine

Spiel-Analyse beim VfL: Wollitz schonungslos, Spieler ratlos

Osnabrück. Seine erste Amtszeit in Osnabrück hätte um ein Haar mit einer Niederlage begonnen: An einem brütend heißen August-Samstag 2004 rettete Alexander Nouri dem VfL und seinem neuen Trainer Claus-Dieter Wollitz mit einem Last-Minute-Tor beim 1. FC Köln II zum 1:1 einen Punkt. Gestern gab es keinen Nouri, und Wollitz quittierte sein erstes Spiel nach der Rückkehr mit einer Niederlage.

 
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Würde am Dienstag fehlen: Kevin Kampl muss in Sloweniens U21 ran. Foto: Helmut Kemme

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Seine Analyse war schonungslos und ehrlich. „Wir haben trotz der Führung schon in der ersten Halbzeit das Spiel nicht in den Griff bekommen. In der zweiten Halbzeit hat die Organisation überhaupt nicht gestimmt, und vor allem auf den Außenbahnen haben wir es nicht geschafft, den Gegner zu kontrollieren“, sagte Wollitz. Seine Kritik an Schiedsrichter Robert Kampka wegen des tatsächlich höchst fragwürdigen Elfmeterpfiffs kurz vor Schluss wollte er ausdrücklich nicht als Erklärung der Niederlage verstanden wissen: „Das hat mit unserer Leistung nichts zu tun, aber wenn er da pfeift, dann müssen wir drei Elfmeter bekommen.“

Seine Spieler gingen zunächst wortlos in die Kabine, wo sich Ärger und Wut an den glücklicherweise stabilen Türen und Wänden entluden. Erst danach waren einige zur Analyse der ersten Heimniederlage seit dem 13. August 2011 (0:1 gegen Jahn Regensburg) fähig. „Schon in der Endphase der ersten Halbzeit haben wir gemerkt, dass die Erfurter immer besser ins Spiel kamen“, sagte Debütant Elias Kachunga, „damit hatten wir Probleme, nicht in puncto Fitness, sondern im Kopf. Über mein Tor freue ich mich, aber es ist nichts wert, wenn die Mannschaft verliert.“

Torschütze Andreas Glockner war selbstkritisch: „Es war ein ganz schlechtes Spiel von uns, und wir konnten froh sein über die 2:0-Führung zur Pause.“ Abwehrspieler Niels Fischer ärgerte es besonders, dass die Mannschaft das Kapital der Führung nicht verwertete: „Wenn es schon fußballerisch nicht läuft, muss man wenigstens mit Mann und Maus das eigene Tore verteidigen. Da muss sich jeder hinterfragen.“

Rückkehrer Rouwen Hennings beurteilte seine Leistung im ersten Spiel so: „Bemüht, aber unglücklich.“ Vor allem die Durchschlagskraft habe ihm gefehlt, sagte der vom FC St. Pauli ausgeliehene Stürmer, der sichtlich enttäuscht war und um jedes Wort rang: „Zweikämpfe nicht angenommen und zweite Bälle verloren – so kann man nicht gewinnen.“


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  Leserkommentare

 
Ray R., Freitag, Februar 10 um 09:24 Uhr Na Ja Fuchs hätte es auch geschafft. Vielleicht bleiben alle auf dem Teppich jetzt. Wollitz ist nicht der Messiah, aber wenn einer es schaffen kann dann er.

 
Leonard H., Mittwoch, Februar 8 um 14:46 Uhr Kampf Es war eine Frechheit was gestern in dem spiel an einsatz gezeigt wurde, und es war eine Frechheit wie die ganze Saison gespielt wurde. Ich glaube nahezu jeder Fan hat sich ernst ahft hoffungen auf den wiederaufstieg gemacht auch noch nach dem Vorhergesagten Fehlstart, und einige haben ihre danach verloren Glauben wieder gewonnen durch die Verpflichtng von Wollitz Kachunga und Hennings. Und es haben auch sicherlich min 90% aller VfL Fans am Dienstag ganz fest mit einem klaren und dominanten Sieg gerechnet, allerdings ging das so dermaßen in die Hosen das man einfach nur noch abschalten wollte. Das ganze ist leider nix neues für jeden VfL fan sei es bei den beiden bitteren Relegationen gegen Pb und Dresden oder bereits in dieser Saison im wirklich eigentlich sehr überzeugenden Auftritt gegen 1860, das Schlimme daran es gab NIE eine trotz-reaktion oder ähnliches so dass jedes Spiel auf neue entäuscht wurde, es wurde immer erklärt mit : "Den darf man niemals pfeifen...." oder"Uns hat das nötige Quäntchen Glück gefehlt" . Niemanden intressiert das Gelaber wen sich nix ändert, den die Fans haben mittlerweile erkannt das es fast nei wirklich daran liegt, es liegt daran das das glück nie erzwungen wird!! Und am dienstag standen keine Osnabrücker auf dem Platz sondern ängstliche Hässchen von denen man nicht im Traum behaupten kann, das sie bereit für den Angriff auf die oberen Plätze sind. Apell an alle VfL Spiele und Funktionäre: beweist mir das gegenteil udn zeigt im nächsten Spiel das ihr es verdient habt in dem lila mit weiß überzogenen Trikot aufzulaufen und zu kämpfen!!!!

 
Rolf M., Mittwoch, Februar 8 um 09:41 Uhr Anspruch und Wirklichkeit Wer vor dem ersten Pflichtspiel in 2012 große Töne spuckt, der darf sich nicht wundern, wenn er Spott statt Mitleid erntet.
Aber auch Mitleid muss man sich verdienen. Der VfL ist und bleibt nun mal ein Verein, dessen Anspruch nicht mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist. Postenklüngel, Größenwahn (VIP-TOWER), Unprofessionalität und scheinbar Unfähigkeit in Teilen der Führungsgremien des Vereins rufen sogar die Steuerfahndung auf den Plan. Als wenn man nicht schon genug Sorgen hätte. Das der lilaweiße Fan leidensfähig ist, zeigt allein die Tatsache, dass bei dieser Eiseskälte über 7000 Menschen den Weg ins Stadion finden.
Aber ein Trainer macht noch keine 3 Punkte und sind wir mal ganz ehrlich! Wer glaubt mit dieser Truppe an aussortierten
Profis aufs Aufstieg-Treppchen zu springen, der kennt sich nicht wirklich im Profifußball aus. Ich tue das auch nicht, aber
wie es richtig geht, zeigen andere Fußballvereine wie Fortuna Düsseldorf.
Klares Konzept, gute Leute im Verein (Werner) und einen Blick für gute bzw. schlechte Spieler! Aus der vierten Liga kommend und auch finanziell arg gebeutelt, haben die es von der 4.Liga sogar nun bis an die Spitze der 2.Liga gebracht.
Ich drücke dem VfL nach wie vor die Daumen, das er sich weiter konsolidiert und sportlich nicht in den Niederungen der 3. Liga
rumdümpeln muss. Aber mit der jetzigen Struktur und den Leuten wird mancher Fan sich überlegen, mit überteuerten Sitzplatzpreisen das Hobby derer zu finanzieren, die den VfL zurzeit führen.
Liebe VfLer, schlagt euch wacker in Burghausen und alles wird gut.......
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