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Tippspiel
VfL Osnabrück
Spiel-Analyse beim VfL: Wollitz schonungslos, Spieler ratlos
Osnabrück. Seine erste Amtszeit in Osnabrück hätte um ein Haar mit einer Niederlage begonnen: An einem brütend heißen August-Samstag 2004 rettete Alexander Nouri dem VfL und seinem neuen Trainer Claus-Dieter Wollitz mit einem Last-Minute-Tor beim 1. FC Köln II zum 1:1 einen Punkt. Gestern gab es keinen Nouri, und Wollitz quittierte sein erstes Spiel nach der Rückkehr mit einer Niederlage.
Seine Analyse war schonungslos und ehrlich. „Wir haben trotz der Führung schon in der ersten Halbzeit das Spiel nicht in den Griff bekommen. In der zweiten Halbzeit hat die Organisation überhaupt nicht gestimmt, und vor allem auf den Außenbahnen haben wir es nicht geschafft, den Gegner zu kontrollieren“, sagte Wollitz. Seine Kritik an Schiedsrichter Robert Kampka wegen des tatsächlich höchst fragwürdigen Elfmeterpfiffs kurz vor Schluss wollte er ausdrücklich nicht als Erklärung der Niederlage verstanden wissen: „Das hat mit unserer Leistung nichts zu tun, aber wenn er da pfeift, dann müssen wir drei Elfmeter bekommen.“
Seine Spieler gingen zunächst wortlos in die Kabine, wo sich Ärger und Wut an den glücklicherweise stabilen Türen und Wänden entluden. Erst danach waren einige zur Analyse der ersten Heimniederlage seit dem 13. August 2011 (0:1 gegen Jahn Regensburg) fähig. „Schon in der Endphase der ersten Halbzeit haben wir gemerkt, dass die Erfurter immer besser ins Spiel kamen“, sagte Debütant Elias Kachunga, „damit hatten wir Probleme, nicht in puncto Fitness, sondern im Kopf. Über mein Tor freue ich mich, aber es ist nichts wert, wenn die Mannschaft verliert.“
Torschütze Andreas Glockner war selbstkritisch: „Es war ein ganz schlechtes Spiel von uns, und wir konnten froh sein über die 2:0-Führung zur Pause.“ Abwehrspieler Niels Fischer ärgerte es besonders, dass die Mannschaft das Kapital der Führung nicht verwertete: „Wenn es schon fußballerisch nicht läuft, muss man wenigstens mit Mann und Maus das eigene Tore verteidigen. Da muss sich jeder hinterfragen.“
Rückkehrer Rouwen Hennings beurteilte seine Leistung im ersten Spiel so: „Bemüht, aber unglücklich.“ Vor allem die Durchschlagskraft habe ihm gefehlt, sagte der vom FC St. Pauli ausgeliehene Stürmer, der sichtlich enttäuscht war und um jedes Wort rang: „Zweikämpfe nicht angenommen und zweite Bälle verloren – so kann man nicht gewinnen.“
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Aber auch Mitleid muss man sich verdienen. Der VfL ist und bleibt nun mal ein Verein, dessen Anspruch nicht mit der Wirklichkeit in Einklang zu bringen ist. Postenklüngel, Größenwahn (VIP-TOWER), Unprofessionalität und scheinbar Unfähigkeit in Teilen der Führungsgremien des Vereins rufen sogar die Steuerfahndung auf den Plan. Als wenn man nicht schon genug Sorgen hätte. Das der lilaweiße Fan leidensfähig ist, zeigt allein die Tatsache, dass bei dieser Eiseskälte über 7000 Menschen den Weg ins Stadion finden.
Aber ein Trainer macht noch keine 3 Punkte und sind wir mal ganz ehrlich! Wer glaubt mit dieser Truppe an aussortierten
Profis aufs Aufstieg-Treppchen zu springen, der kennt sich nicht wirklich im Profifußball aus. Ich tue das auch nicht, aber
wie es richtig geht, zeigen andere Fußballvereine wie Fortuna Düsseldorf.
Klares Konzept, gute Leute im Verein (Werner) und einen Blick für gute bzw. schlechte Spieler! Aus der vierten Liga kommend und auch finanziell arg gebeutelt, haben die es von der 4.Liga sogar nun bis an die Spitze der 2.Liga gebracht.
Ich drücke dem VfL nach wie vor die Daumen, das er sich weiter konsolidiert und sportlich nicht in den Niederungen der 3. Liga
rumdümpeln muss. Aber mit der jetzigen Struktur und den Leuten wird mancher Fan sich überlegen, mit überteuerten Sitzplatzpreisen das Hobby derer zu finanzieren, die den VfL zurzeit führen.
Liebe VfLer, schlagt euch wacker in Burghausen und alles wird gut.......