·
Digitalabo·
Shop·
Tippspiel
Startseite|
Sport|
VfL Osnabrück|
2:3-Pleite: Ernüchterung statt Euphorie – Pfiffe vom Publikum bei Wollitz-Comeback
VfL Osnabrück
|
Sport|
VfL Osnabrück|
2:3-Pleite: Ernüchterung statt Euphorie – Pfiffe vom Publikum bei Wollitz-Comeback2:3-Pleite: Ernüchterung statt Euphorie – Pfiffe vom Publikum bei Wollitz-Comeback
Osnabrück. Herber Dämpfer statt frische Euphorie: Das Unternehmen Aufholjagd begann am Dienstagabend mit einem Rohrkrepierer für den VfL Osnabrück. Vor 7300 Zuschauern unterlag das Team von Claus-Dieter Wollitz Rot-Weiß Erfurt mit 2:3 und verdarb dem Trainer das Comeback. In der Kältekammer Osnatel-Arena schenkten die Lila-Weißen eine 2:0-Pausenführung her und mussten sich am Ende Pfiffe des enttäuschten Publikums gefallen lassen.
Dabei hatte alles so vielversprechend angefangen. Bei Temperaturen um Minus 10 Grad versuchte der VfL von Beginn an, auf Touren zu kommen, den Besuchern wurde es schnell warm ums Herz. Es ließ sich alles gut an, denn schon der erste Angriffszug sorgte für Torgefahr, als bei einem Angriff über die rechte Seite Andreas Glockner in Schussposition kam, aber den besser postierten Rouwen Hennings übersah (2.).
„Alles oder nichts“ - der typischen Devise von Wollitz versuchte die Mannschaft von der ersten Minute an zu folgen. Doch manchmal war auch zu viel Risiko mit dabei, insbesondere, wenn sich der VfL zurückorientierte. Einige riskante Pässe hätten durchaus Schaden anrichten können, auch Torwart Manuel Riemann brachte beim versuchten Spielaufbau seine Truppe zweimal in Gefahr.
Der guten Stimmung auf den Rängen tat dies zunächst keinen Abbruch, weil schnell der umjubelte Führungstreffer gelang. Es war eine perfekte Kombination über Heimkehrer Hennings und Niels Hansen, die gute Vorarbeit nutzte Glockner mit einem trockenen Flachschuss von der Strafraumkante (15.). zum 1:0.
Der Treffer gab Sicherheit, auch wenn der VfL nicht brillierte, aber immerhin das Spiel kontrollierte. Und zum richtigen Zeitpunkt den zweiten Treffer setzte, als Elisas Kachunga zur Stelle war. Ein abgefälschter Ball fiel der 19-jährigen Gladbacher vor die Füße, der Youngster nutzte sie eiskalt in der 34. Minute zum 2:0. Als dann keine 60 Sekunden später Hennings das 3:0 auf dem Fuß hatte (Klasseparade von RWE-Keeper Sponsel), schienen alle Signale auf einen sicheren VfL-Sieg zu stehen.
Doch in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte setzte schleichend das ein, was die zweite Halbzeit prägen sollte und schließlich in der fünften Saisonniederlage mündete. Der VfL überließ den Thüringern das Feld, das Team von Trainer Stefan Emmerling nahm dankend an. Und plötzlich passierte das, was Wollitz so formulierte: „Wir haben nicht mehr den Zugriff zum Spiel gehabt.“
Besonders deutlich wurde das zu Beginn der zweiten Hälfte, als die VfLer vornehm den Zweikämpfen aus dem Weg gingen, vielmehr Spalier standen, als die Erfurter quasi zum Kombinationsfußball eingeladen wurde. Zwei vergebene Chancen von Torjäger Reichwein nahm der sorglose VfL auf die leichte Schulter. Dabei leiteten sie den Torreigen der Erfurter ein, die mittlerweile sieben Punkte mehr auf dem Konto haben als Osnabrück.
Morabit, neben Reichwein zweite Spitze, ließ sich die Chance zum Anschlusstreffer nicht entgehen (57.), elf Minuten später war Caillas zur Stelle, der unbedrängt das Zuspiel des von der VfL-Defensive nicht zu bändigenden Weidlich in den Ausgleichstreffer ummünzte.
Anschließend gab es nur noch eine Situation, in der das dritte VfL-Tor in der Luft lag. Es war bei einem Freistoß von Hennings, der um Zentimeter das Tor verfehlte (73.). Die vom Publikum erhoffte Schlussoffensive kam nicht mehr zustande, der VfL war insgesamt zu lethargisch und wirkte in vielen Situationen phlegmatisch.
Das nutzen die Erfurter, auch wenn der Siegtreffer aus einem Geschenk von Schiedsrichter Kampka resultierte. Salger Attacke gegen Weidlich war jedenfalls alles andere als elfmeterreif. Doch Pfingsten-Reddig verfuhr nach dem Prinzip „Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ und machte mit dem verwandelten Strafstoß die VfL-Pleite perfekt.
Den ganzen Liveticker zum Nachlesen!
4:0 gegen Twente: Torfreudiger VfL im letzten Test
ab Osnabrück. Die Liga kann kommen: Ein torfreudiger VfL Osnabrück hat den letzten Wintertest mit 4:0 (2:0) gegen Jong Twente aus den Niederlanden... mehr
Mehr VfL Osnabrück







1. Was passiert in dem Fall mit CDW?
was soll mit ihm passieren? Er hat einen langfristigen Vertrag, er ist Wunschkandidat eines einflussreichen Sponsors gewesen und auf diese Weise auf der Bank platziert worden, und ihm wird die Zeit gegeben werden, die Uwe Fuchs verwehrt wurde.
Wobei man anmerken muss - das gerät ja vielfach in Vergessenheit- dass die Ära Fuchs so definiert wurde, dass die Saison dem Aufbau und der Orientierung nach oben dient, aber man nicht zwangsweise aufsteigen muss. Diese Vorgabe hat man dann allerdings aufgrund des o. a. Einflusses revidiert und als Zeichen die hastige Nachverpflichtung von Hennings -die fast gescheitert wäre- und Katschunga getätigt. Ob das reicht, oben anzugreifen bezweifel ich. Ich hätte auch "Säulen" wie Nickenig und Heidrich im Stamm behalten. Aber ich schweife jetzt ab, sorry.
2. Bezahlt uns VW dann Stani und Trulsen?
Die Frage relativiert sich hinsichtlich meiner 1. Antwort. Der Traum-Sponsor VW geistert ja immer noch um ;-) Als fähigen Trainer, der eine Mannschaft aufbauen kann und zum Erfolg führt sehe ich übrigens Herrn Walpurgis, der in Lotte tätig ist und dem Zeit gegeben wird.
3.Glauben Sie, das "Ihre" Sportfreunde tatsächlich im nächsten Jahr eine "ernste" Gefahr für den VFL werden?
Meine Sportfreunde, tja, da sagen sie was. Ich bin seit über 35 Jahren Brückengänger, die letzten 15 Jahre mit Dauerkarte, außer in dieser Saison. Da habe ich meine emotionale Beziehung mit dem VFL noch noch nicht geschieden, aber uns erstmal eine Auszeit gegönnt. In Lotte habe ich die letzten Jahre nur mal sporadisch vorbeigeschaut und mit Freude und Anerkennung die Entwicklung verfolgt. Diese Saison gab es keine Dauerkarte für Lotte, aber ich habe mir mehr Spiele angesehen und kenne die Namen der Spieler von SFL besser als die in OS.
Ich sehe für den VFL keine Gefahr aus der Nachbarschaft - was meinen Sie, über was in der Halbzeit in Lotte gesprochen wird? ;-) Ich würde es dem Verein aber gönnen, dass ihm von den Zuschauerzahlen her mehr entgegengebracht wird. Vielleicht ändert sich das, wenn sie wirklich aufsteigen solten. Dann hole ich mir auch eine Dauerkarte. Aus meiner Sicht kann nur der VFL selber sich einen potentiellen Gegener in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht heranziehen, je nachdem wie man agiert und reagiert. Noch hat der Verein einen Riesenbonus trotz der zig Abstiege, aber irgendwann bricht der berühmte Krug. Meine Einschätzung...
Wünsche noch einen schönen Restsonntag und ein gepflegtes Diskussionsniveau.
Grüße aus NRW