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VfL Osnabrück will heute das Publikum mitreißen und die Aufholjagd starten
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VfL Osnabrück will heute das Publikum mitreißen und die Aufholjagd startenVfL Osnabrück will heute das Publikum mitreißen und die Aufholjagd starten
hp Osnabrück. Jetzt gilt’s! Zweieinhalb Wochen länger als geplant dauerte der Anlauf, jetzt will der VfL Osnabrück abheben in Richtung Spitzengruppe 3. Liga. Mit dieser mutigen, vielleicht sogar verwegenen Zielsetzung eröffnen die Lila-Weißen an diesem Dienstag (19 Uhr) gegen Rot-Weiß Erfurt den zweiten Teil der Saison. Viele Fans bauen vor allem auf den neuen Faktor Trainer, doch Claus-Dieter Wollitz sagt: „Ich allein habe keine Chance. Wir alle brauchen die Überzeugung und die Kraft, die für diese Herausforderung nötig sind.“
Was kann man von Wollitz erwarten? Der neue Coach hat der Mannschaft Mut eingeimpft und sie zum Angriff verpflichtet. Seine leidenschaftliche Art, sein Powerplay an der Linie werden das Team vorantreiben. „Alle haben das Ziel angenommen und brennen darauf, das in einem Punktspiel zu zeigen“, sagt der Fußballlehrer, der in seiner ersten Osnabrücker Amtszeit (2004 bis 2009) immer physisch starke, laufbereite und offensivfreudige Teams ins Rennen schickte.
Was erwartet Wollitz? Der Coach wünscht sich zu seinem ersten Spiel in der Osnatel-Arena seit dem 2. Juni 2009, dass das Publikum sich mitreißen lässt. „Der Funke wird von uns kommen, aber ich weiß, wie leicht entflammbar die Osnabrücker Zuschauer sind“, sagt Wollitz, „und ich bin sicher, dass sie unsere Risikobereitschaft unterstützen – denn so hoch legt sich selten jemand die Messlatte.“ Von seinen Spielern erwartet der Trainer, dass sie den Druck in Schwung umsetzen und sich anstecken lassen von der unvergleichlichen Flutlicht-Atmosphäre Marke Bremer Brücke – immerhin begann unter Wollitz am 15. Mai 2005 jene aufsehenerregende Serie mit 42 Punktspielen ohne Niederlage unter den Strahlern an der Brücke.
Auf welchen Gegner muss sich der VfL einstellen? Bei der Aufholjagd ist der VfL – zumal in Heimspielen – zum Siegen verdammt. Doch mit den Erfurtern kommt ein Team, das im Rhythmus ist, mit vier Punkten aus zwei Partien (1:1 in Bremen, 3:1 gegen Stuttgart) die Aufstiegswitterung aufgenommen hat und viel Erfahrung hat. Trainer Stefan Emmerling hat sich in Erfurt weiter profiliert und präsentiert eine Mannschaft mit einer funktionierenden Achse, schnellen Flügelstürmern – und einem hoch motivierten Ex-VfLer. Gaetano Manno, beim VfL trotz einiger Verletzungen in guter Erinnerung, sitzt als erste Offensiv-Alternative auf der Bank. Der Deutsch-Italiener weiß, was an der Brücke los ist: „Für mich ist das Spiel das schönste der Saison. Bei der Atmosphäre bekommt man schon beim Aufwärmen Gänsehaut.“
War sonst noch was? Wir erinnern zum Comeback von „Pelé“ an ein Spiel gegen Erfurt, das vor ziemlich genau fünf Jahren 10000 Zuschauer von den Sitzen riss: Am 16. Februar 2007 schaffte der VfL mit einem 4:0 gegen Rot-Weiß Erfurt einen perfekten Heimstart in das erfolgreichste Kalenderjahr der jüngeren Geschichte, in dem der Aufstieg gelang und die Grundlage für den Klassenerhalt gelegt wurde. Damals schoss Reichenberger mit einem der schnellsten Hattricks der VfL-Geschichte die Lila-Weißen innerhalb der ersten 13 Minuten 3:0 in Führung.
Und wie geht’s nun aus? Ein schnelles, packendes, offenes Spiel – der VfL gewinnt mit 2:1.
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04.04.2012
