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Tippspiel
VfL Osnabrück
Rasenheizung soll Start für den VfL Osnabrück garantieren
Aachen. Der VfL Osnabrück hat auch im kurzfristig anberaumten Test seine gute Verfassung bestätigt und ein vollauf verdientes 1:1 bei Alemannia Aachen erreicht. Doch eine Verletzung und Angst vor einem Wintereinbruch trübten die Freude beim Fußball-Drittligisten.
„Wir müssen unbedingt ins Rollen kommen, die Mannschaft ist gut in Schuss. Aber weitere Spielausfälle wären schlecht – die anderen punkten, vor uns liegen dann extreme Wochen“, sagte Trainer Claus-Dieter Wollitz. Sportdirektor Lothar Gans kündigte an, dass die Rasenheizung in der Osnatel-Arena am Montag angeworfen wird, um dem angekündigten Frost zu trotzen und die Austragung der Partie am Samstag (14 Uhr) gegen Rot-Weiß Erfurt zu sichern.
Der Betrieb der im Sommer 2008 eingebauten Anlage kostet den VfL täglich etwa 1000 Euro, doch damit wäre eine erneute Absage nahezu ausgeschlossen. Ob allerdings Wacker Burghausen – am 11. Februar nächster Auswärtsgegner – ebenfalls von seiner Rasenheizung Gebrauch macht, ist offen. Im Gegensatz zur 2. Bundesliga ist das in der 3. Liga keine Pflicht, sondern liegt im Ermessen des Vereins.
Die am Freitag abgesagte Partie bei Jahn Regensburg könnte möglicherweise für die übernächste Woche (7./8. Februar) angesetzt werden, sodass der VfL danach im Süden bleiben und nach Burghausen weiterreisen könnte. Mit den danach folgenden Heimspielen gegen SV Wehen Wiesbaden (14. Februar) und 1. FC Saarbrücken (17. Februar) wären das für den VfL zwei englische Wochen mit fünf Spielen in 14 Tagen.
Die physische Beanspruchung dürfte für die Mannschaft kein Problem sein; sie zeigte auch in Aachen über volle 90 Minuten hohen läuferischen Einsatz und hatte im Gegensatz zur Alemannia in der Schlussphase noch einmal etwas zuzusetzen.
Doch die Personaldecke könnte in der Erwartung von Gelbsperren und der verkürzten Regenerationszeit zwischen zwei Spielen schnell noch angespannter werden. Außer den Langzeitverletzten Marco Neppe und Massimilian Porcello fehlen derzeit noch Kevin Kampl, für den das Erfurt-Spiel zu früh kommt, sowie Martin Hudec und Gerrit Wegkamp, die beide einen Haarriss am Mittelfuß erlitten hatten. Nach gutem Heilungsverlauf absolvieren beide am Dienstag, wenn die Trainingswoche mit zwei Einheiten beginnt, einen Belastungstest.
Leider verlängerte sich in Aachen die Verletztenliste: Bei einem Pressschlag mit Mario Erb verdrehte sich Michael Gardawski das rechte Knie und wurde ausgewechselt; an diesem Montag soll bei einer Kernspintomografie festgestellt werden, ob das Innenband beschädigt oder nur gedehnt ist.
Gardawski war über eine halbe Stunde lang einer der vielen Aktivposten des VfL, der die Anfangsphase bestimmte und kurz vor der Pause durch einen Linksschuss von Rouwen Hennings in Führung ging. Der Ex-St.-Paulianer harmoniert gut mit Elias Kachunga, der sich bei gegnerischem Ballbesitz ins Mittelfeld fallen ließ und in der Defensive durch einige geschickte Balleroberungen auffiel. Allerdings auch durch eine vergebene Chance, als er einen auf dem holprigen Rasen verspringenden Ball aus kurzer Distanz nichts ins, sondern über das Tor setzte. (58.). Kurz vorher war Hennings, auf ähnliche Weise wie vor dem 1:0 freigespielt, an Watermann gescheitert (48.).
Im Mittelfeld funktionierte das schnelle Umschalten mit dem raschen Pass in die Spitze gut; Andreas Glockner und Stephan Salger gefielen als Anspieler auf Hennings und Kachunga. Ein formstarker Claus Costa und eine konzentrierte Vierer-Abwehrreihe, in der allerdings Jan Tauer bekannte Schwächen zeigte, mit einem sicheren Torwart Manuel Riemann rundeten das positive Bild ab.
Den Ausgleich der Aachener durch Alper Uludag (51.) mit einem wohl unhaltbaren 23-Meter-Schuss kassierte Reserve-Schlussmann Niels Zumbeel in einer zweiten Halbzeit, in der Alemannia-Trainer Friedhelm Funkel zehn Akteure auswechselte. Der VfL legte am Ende noch einmal zu und war nicht nur aufgrund der Mehrzahl an Chancen dem Sieg näher als der Zweitligist.
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