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Razzia beim VfL Osnabrück: Steuerfahnder durchsuchen Wohnungen der Profis und Geschäftsstelle
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Verein und Vermarktungsgesellschaft im Visier

Razzia beim VfL Osnabrück: Steuerfahnder durchsuchen Wohnungen der Profis und Geschäftsstelle

Zwei Tage nach dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga der nächste Schock für den VfL Osnabrück: Der Verein steht unter dem Verdacht der Steuerhinterziehung. Die Wohnungen von 18 Spielern und die Räume der Geschäftsstelle wurden am Donnerstag von Teams der Steuerfahndung durchsucht.

 
 
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Etliche Umzugskartons mit beschlagnahmten Unterlagen nahmen die Steuerfahnder bei ihrer Razzia in der Geschäftsstelle des VfL Osnabrück mit. Foto: Hehmann. Foto: Michael Hehmann Der VfL Osnabrück wehrt sich gegen die Vorwürfe. Foto: Hehmann Auch bei etlichen Spielern des VfL Osnabrück klingelten die Steuerfahnder. Einem Betroffenen zufolge wollten sie Gehaltsabrechnungen und Verträge. Foto: Kemme Die Ermittlungen nach dem Anfangsverdacht gegen den VfL Osnabrück leitet nun die Steuerfahndung mit Sitz in Oldenburg. Foto: Kemme

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Zur Stellungnahme des Vereins...

„Die Verfahren richten sich nicht gegen die Spieler, sondern gegen den Verein beziehungsweise gegen neun Verantwortliche“, sagte Staatsanwältin Wibke Warnking, „bei dem  Ermittlungsverfahren geht es um den Verdacht der Steuerhinterziehung durch den Verein und eine Vermarktungsgesellschaft“.

Die Steuerfahnder trugen am Donnerstag kartonweise Unterlagen aus der Geschäftsstelle. Präsidium und Vereinsführung des VfL tagten am Nachmittag und kündigten für den frühen Abend eine Stellungnahme an.

Betriebsprüfung löste Verfahren aus

Auslöser des Verfahrens, das seit Anfang Mai läuft, ist eine Betriebsprüfung des Finanzamtes für den Zeitraum von 2006 bis 2009. Dabei seien schwerwiegende Mängel in der Buchführung festgestellt worden. Aufgrund der Auswertung der Unterlagen soll der Verein unter anderem Einnahmen aus Spielen nicht vollständig versteuert haben und auch beim Verkauf von Fanartikeln unvollständige Angaben gemacht haben. Außerdem soll der VfL nicht für alle Lohnzahlungen ordnungsgemäß Steuern abgeführt haben. Deshalb wurden am Donnerstag 18 aktuelle und ehemalige Spieler besucht.

"Sie wollten Gehaltsabrechnungen und Verträge"

Sie waren zu viert, einer im Team war – routinemäßig – bewaffnet. Etliche Profis des VfL Osnabrück bekamen am Donnerstag unangemeldeten Besuch. „Sie wollten Gehaltsabrechnungen und Verträge“, sagte einer der Spieler. Bei einem Profi, der nicht in seiner Wohnung war, kamen die Fahnder mit Hilfe der Vermieterin herein, nahmen Laptop und Unterlagen mit. Die Spieler wurden als Zeugen vernommen, der Verdacht der Steuerhinterziehung richtet sich ausdrücklich nicht gegen sie.

Zuständig für die Ermittlungen nach dem Anfangsverdacht auf der Basis der Betriebsprüfung ist die Steuerfahndung mit Sitz in Oldenburg. Die Hausdurchsuchungen wurden zusammen mit der Staatsanwaltschaft Osnabrück abgewickelt.  

 

Die Fans sind entsetzt: So reagieren die Anhänger des VfL Osnabrück auf der Facebook-Seite von noz.de

 


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  Leserkommentare

 
Willi Wichtig, Sonntag, Mai 29, 2011 um 14:06 Uhr @ Vanilla N. Genauso oberflächlich wie du Oldenburg und Osnabrück vermischt siehst du auch wohl die Verantwortung der Steuerbehörden.
Ich könnte mich kugeln vor lachen, wie ihr "euren" VfL verteidigt, der ganz offfensichtlich so einiges an Steuervergehen aufzubieten hat.
Alles Peanuts. keiner von euch weiß, was wirklich vorliegt aber alle schreien, alles völlig überzogen, völlig übertrieben.

Genauso eifrig wart ihr, als hier diverse Leute die Qualität der Mannschaft bemängelten, alles Querulanten und Besserwisser die dem VfL nur Schaden wollten.
Und das Ergebnis ist eindeutig. die Querulanten und Besserwisser hatten Recht.

Vermutlich funktioniert die Buchhaltung in anderen Vereinen einfach so, wie es vorgesehen ist und deshalb fallen sie bei Prüfungen nicht auf.
Es ist doch schier unglaublich wenn sich ein Heskamp hinstellt und erklärt, ja, wir verbessern die Buchhaltung ständig und sind schon viel besser als vor ein paar Jahren und ist als GF eines Unternehmen mit 11 Mio. € Jahresumsatz auch noch stolz darauf, innerhalb 10 Jahren eine halbwegs vernünftige Buchhaltung aufgestellt zu haben. Aber genau dieser Zeitraum ist relevant, 2006 - 2009 und da war ja wohl, lt. Heskamp, die Buchhaltung überhaupt nicht auf den "Höhe".
Wer so dusselige "Fehler" macht wie der VfL, eigene Betriebsentnahmen aus den Fanshops nicht zu verbuchen oder vergießt, das eine oder andere Spiel zu verbuchen oder einräumt, es könne sein, dass ein Spieler, aber nicht viel, "Schwarzgeld" erhalten hat, der hat es überhaupt nicht anders verdient, als das man ihn so auseinander nimmt.
Es ist nur die logische Folge von Eigenmächtigkeiten, Arroganz und Unzulänglichkeiten in fast allen Bereichen, die es verhindern, dass der VfL je aus seinem Provinzdasein herauskommt.

Es ist doch suspekt anzunehmen, dass diese Aktion, von 4 Behörden (FA-Osnabrück, FA-Oldenburg, StA Osnabrück, AG Osnabrück) ausgerechnet beim VfL stattfindet um ihm zu Schaden, wogegen es in Deutschland 56 Profivereine in 3 Ligen gibt, deren zuständigen Steuerbehörden die wie du darlegst, die überall vorkommenden Fehler generös übersehen.



 
Vanilla N., Samstag, Mai 28, 2011 um 21:27 Uhr @ Willi Wichtig Ob die Aktion von Osnabrück oder Oldenburg aus gestartet wurde, ist sekundär. Es ist herausgeschmissenes Steuergeld, viel Wind um nichts. Jeder Verein macht kleinere Fehler, alles schon erlebt. Es gibt überhaupt keinen Grund so gegen den VfL Osnabrück vorzugehen. Sonst müssten die Fahnder bei jedem dritten Verein der 1. und 2. BL auf der Matte stehen. Lächerlich. Rote Karten für die Bürohengste.

 
Willi Wichtig, Samstag, Mai 28, 2011 um 07:15 Uhr @ Vanille N. Kleiner Nachtrag:
Dass du keine Ahnung hast sieht man in deinem Kommentar.

Der Betriebsprüfer (Bürohengst) kommt vom FA Osnabrück und nicht aus Oldenburg.
Kleiner Tipp: Lesen bildet.
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