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Tippspiel
VfL Osnabrück
Heidrich: Wir müssen unangenehmer werden
ab Osnabrück. Es mag abgedroschen klingen: Aber am heutigen Montag beginnt für den VfL Osnabrück die Woche der Wahrheit. Mit der um 18 Uhr beginnenden Trainingseinheit läutet Coach Karsten Baumann die Vorbereitung auf die Auseinandersetzung mit dem FC Erzgebirge Aue am kommenden Freitag (18 Uhr) ein.
Der erfahrene Mittelfeldmann Matthias Heidrich weiß, was auf dem Spiel steht. „Wir müssen jetzt anfangen zu punkten“, sagte der 32-Jährige, „wir müssen verhindern, in einen negativen Sog zu geraten.“ Da sind die Ausgangspositionen der beiden Aufsteiger aus der 3. Liga plötzlich diametral entgegengesetzt: Meister VfL startete mit zwei 1:3-Niederlagen, der „Vize“ aus Sachsen setzte sich mit zwei 1:0-Siegen (in Paderborn, daheim gegen Bundesliga-Absteiger VfL Bochum) glänzend in Szene. „Da wird aus einem Aufsteiger plötzlich ein Kandidat für einen weiteren Aufstieg. Das hat es alles schon gegeben“, sagt Heidrich.
Er weiß es aus eigener Erfahrung, schließlich stand er beim FC Erzgebirge fünf Jahre (zwei davon in der 2. Liga) unter Vertrag und erlebte seinerzeit, wie sehr ein gelungener Start beflügeln kann. „Deswegen sollten wir keine fünf Wochen warten, ehe wir zu unseren ersten Erfolgserlebnissen kommen“, äußert der Mittelfeldmann.
Sein Team hält er in der 2. Liga „grundsätzlich für konkurrenzfähig“, weiß aber auch, dass es in bestimmten Bereichen noch viel Luft nach oben gibt. „Wir müssen insgesamt zu einer unangenehmeren Mannschaft werden. Fußballerisch passen wir in die Liga, da sind wir mit vielen Teams auf Augenhöhe. Aber wir müssen mehr investieren, um die Spiele zu gewinnen, die auf der Kippe stehen“, sagt der im vierten Jahr für den VfL tätige Defensiv-Stratege, der mit dem verwandelten Elfmeter gegen den MSV Duisburg das erste Liga-Tor des VfL in dieser Saison erzielte.
Nach dem Spiel gegen die „Zebras“ stand Heidrich etwas überraschend beim Auftritt in München nicht in der Startformation. „Darüber habe ich mich eigentlich nicht gewundert. Aber dass ich überhaupt keine Einsatzminute hatte, überraschte mich schon“, erzählt Heidrich, der die Gemengelage im zentralen Mittelfeld durchaus einzuschätzen vermag. „Sebastian Tyrala ist derzeit gesetzt, an seiner Leistung gibt es nichts zu meckern, er legt die Rolle etwas offensiver aus, ist dennoch zweikampfstark“, sagt der Mann mit der Nummer 21. Im Moment, so Heidrich, habe er dasGefühl, ein wenig im Hintertreffen zu sein. Aber wer ihn kennt, weiß, dass er in dieser Trainingswoche alles geben wird. Gerade weil es gegen seinen Ex-Klub geht.
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