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Tippspiel
VfL Osnabrück
3:1 für den VfL Osnabrück – Nervenschlacht mit Happyend
16 000 Fans waren aus dem Häuschen, einige wenige Holstein-Anhänger fielen aus der Rolle: Die Aufstiegschancen des VfL Osnabrück bleiben durch das 3:1 über die Kieler intakt. ,,Das war eine Nervenschlacht“, befand Trainer Karsten Baumann, der ebenso entsetzt über das Verhalten der Chaoten im Kieler Fanblock war die der VfL-Anhang. Die denkwürdige Partie musste für 15 Minuten unterbrochen werden, weil die Randaleure das Spiel als Plattform für eine Pyrotechnik-Inszenierung nutzen.
Nach dem hart erkämpften, am Ende aber hoch verdienten Sieg und den Ergebnissen in den anderen Stadien steht fest: Der FC Erzgebirge ist nach dem 2:1 über Eintracht Braunschweig aufgestiegen.
Die Osnabrücker behaupteten durch ihren Erfolg Platz zwei und benötigen zum vierten Aufstieg seit zehn Jahren am kommenden Samstag in Burghausen zumindest ein Unentschieden. Dort werden sie aber auch den heißen Atem der Ingolstädter spüren, die einen eindrucksvollen 5:1-Sieg in Wehen-Wiesbaden feierten.
Schock nach drei Minuten
Die Partie gegen den Tabellenletzten begann mit dem traditionellen Schock.
Schon nach drei Minuten führte das Team von der Förde, als VfL-Keeper Tino Berbig (hier im O-Ton) einen harmlosen 18-Meter-Schuss des Ex-VfLers Marc Heider durch die Beine rutschen ließ. Dieser absolut vermeidbare Treffer attackierte noch mehr das Nervenkostüm der ohne die verletzten Routiniers Angelo Barletta und Matthias Heidrich angetretenen Gastgeber, die vor der Pause kaum zu zwingenden Aktionen fanden. Fehlpässe im Minutentakt, kaum Dynamik in den Aktionen, Verantwortungen wurden hin und her geschoben.
Pinheiro aus dem Spiel genommen
Etwas besser ließ es sich erst nach einer halben Stunde an, als Trainer Karsten Baumann (hier im '"'Nachgefragt'"') konsequenterweise den unglücklich agierenden Ricky Pinheiro aus dem Spiel nahm und dafür Michael Lejan brachte. Somit fand Björn Lindemann (O-Ton) seinen Platz im zentralen Mittelfeld und zeigte sich dort effektiver als auf dem Linksaußenposten.
Dennis Schmidt mit dem Ausgleich
Eine weitere Einwechslung gab dem Spiel die entscheidende Wende. Nach 54 Minuten kam Dennis Schmidt (O-Ton) für den leicht angeschlagenen und daher wenig effektiven Aleksandar Kotuljac. ,,Schmitti“ führte sich 90 Sekunden nach seiner Einwechslung gleich mit dem Ausgleichstreffer ein - aus spitzem Winkel traf er per Kopf (56.).
Doch danach gehörte den jungen Kieler Chaoten die Bühne. Sie hüllten die Osnabrücker Hälfte in dichten Nebel, Schiedsrichter Benjamin Cortus (hier im Interview) sah keine andere Möglichkeit, als die beiden Teams in die Kabinen zu schicken.
Kieler Trainer distanziert sich
Erst als sich die Randaleure beruhigt hatten, wurde die Partie wieder aufgenommen. Kiels Trainer Christian Wück (O-Ton) distanzierte sich ausdrücklich vom Verhalten der Störenfriede.
Es stand sogar zwischenzeitlich die Überlegung im Raum, die Partie abzubrechen.
Der VfL ließ sich durch alle Irritationen nicht aus dem Konzept bringen. Er hatte jetzt seinen Faden gefunden: Drei Chancen für Lejan (61.), Lindemann (64.) und Nickenig (65.) läuteten eine furiose Schlussphase ein. ,,Wir sind letztlich für unser Engagement belohnt worden“, meinte Baumann und spielte damit auf die Tore von Lindemann (78.) und Schmidt (90. Handelfmeter) an.
Das Daumendrücken geht also weiter, der VfL hält Stadt und Land in Atem.
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