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Der VfL ist wieder da: Big Points durch das 4:1
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Der VfL ist wieder da: Big Points durch das 4:1

Frohe Ostern und Big Points für den VfL Osnabrück. Mit einem beeindruckenden 4:1 (3:1)-Erfolg über Bayern München haben die Lila-Weißen die Tabellenführung zementiert und überdies von Punktverlusten der Konkurrenten profitiert. Das Team von Trainer Karsten Baumann zeigte über weite Strecken engagierten Tempofußball und ließ sich auch durch einen frühen Rückstand nicht vom Kurs abbringen. Im starken Innenverteidiger Oliver Stang hatte der Spitzenreiter einen doppelten Torschützen.

 
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Das war nichts: Angelo Barletta trifft beim Elfmeter nur die Latte. Oliver Stang: Note 2 Wieder eine gute Leistung als Vertreter des gesperrten Tobias Nickenig, gekrönt von zwei tollen Toren nach Schnetzlers Ecken. Sah allerdings beim 0:1 schlecht aus. Angelo Barletta: Note 2,5 Trotz des verschossenen Elfmeters (oder erst recht) wurde der Kapitän mit seiner Aggressivität und Entschlossenheit zur Leitfigur. Jan Tauer: Note 3 Ließ wieder nichts anbrennen, mit schnörkellosem Zweikampfverhalten und verbessertem Passspiel nach vorne. Tino Berbig: Note 3 Wenig geprüft, beim 0:1 machtlos und mit einem tollen Reflex Retter der 2:1-Führung. Konstantin Engel: Note 3,5 Wieder sehr konzentriert und zweikampfstark, dabei wenig Fouls und einige gute Aktionen im Aufbau, allerdings am 0:1 beteiligt. Henning Grieneisen: Note 3 Brauchte eine gewisse Anlaufzeit, war dann aber gut im Spiel. Beherrschte den gefährlichen Ekici. Niels Hansen: Note 2,5 Dynamisch, antrittsstark und aggressiv: Setzte nach dem doppelten Rückschlag sofort die richtigen Akzente. Aleksandar Kotuljac: Note 2 Entschlossen, spritzig und einsatzfreudig: „Kutte“ zeigte, was er drauf hat – auch, wenn das ersehnte Tor nicht gelungen wollte. Alexander Krük: Note 3 Nicht so auffällig wie in den Wochen zuvor, aber stets anspielbar und mit Zug zum Tor. Björn Lindemann: Note 2,5 Sein stärkstes Spiel als zweite Spitze – nicht nur wegen des tollen Tores mit einem Heber. Laufstark, bissig und mit brillanten Pässen. Alexander Schnetzler: Note 2 Nicht nur, aber natürlich wegen seiner gefährlichen Eckbälle von der linken Angriffsseite einer der Besten. Dürfte Siegert vorerst den Platz auf der rechten Offensivseite entrissen haben.

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Um 15.43 Uhr schwappte die La Ola durch das Rund der Osnatel-Arena – ein Phänomen, das schon längere Zeit nicht mehr zu beobachten war. Für dieses Gute-Laune-Signal gab es einen triftigen Grund, denn der VfL hatte sich nach dem 3:1 zur Pause nicht auf die Verwaltung des Resultats beschränkt, sondern mit daheim lange nicht mehr gesehenen Powerfußball imponiert.

Die gute Mannschaftsleistung wird auch dadurch nicht geschmälert, dass Bayern-Coach Mehmet Scholl auf einige seiner Stammkräfte verzichten musste oder diese schonte. Allerdings musste der VfL erst geweckt werden, um Spielfluss aufzubauen. Bayern-Stürmer Hajdarovic nutzte in der 5. Minute eine Konfusion in der Osnabrücker Innenverteidigung zum Führungstreffer der Junioren.

Offensichlich braucht der VfL solche Schocksituationen, um zu sich zu finden. Scheinbar unbeeindruckt suchten die Gastgeber den Weg in die Offensive und wurden schnell belohnt, als nach einem Foul von Stierle an Niels Hansen ein Strafstoß fällig war.

Barletta trifft nur Latte bei Elfmeter

Allerdings leistete sich Abwehrchef Angelo Barletta (hier im O-Ton) den Luxus, den Elfer auf die Querlatte zu zirkeln (9.). Entscheidend aber war, dass sich der VfL durch dieses Missgeschick nicht aus der Bahn werfen ließ, sondern starr fokussiert den Vorwärtsgang einschaltete.

Dafür wurde er in der 18. Minute belohnt, als Außenverteidiger Konstantin Engel einen scharf getretenen Eckball von Alexander Schnetzler per Kopf auf den kurzen Pfosten verlängerte, wo Stang den Ball in Torjägermanier über die Linie drückte.

Der VfL hatte jetzt richtig Fahrt aufgenommen, kombinierte gut und suchte den Weg über die Flügel. Die beiden Sturmspitzen Aleksandar Kotuljac (hier im O-Ton) und Björn Lindemann (O-Ton) waren jederzeit gefährlich und von ihren Gegenspielern Schütz und Schwarz nicht zu neutralisieren.

Überdies bestätigte Schnetzler auf der rechten Außenbahn die guten Leistungen der zurückliegenden Woche. Der für Ricky Pinheiro (später eingewechselt) in die Startformation gerückte Henning Grieneisen gefiel mit einigen Vorstößen aus dem zentralen Mittelfeld, so dass Einbahnstraßen-Fußball programmiert war.

Als sich dann auch noch Jan Tauer in das Offensivspiel einschaltete und Grieneisen bediente, hatte Lindemann keine Mühe, das 2:1 (29.) und damit sein neuntes Saisontor zu erzielen. Und schon zwei Minuten vor der Pause war die Partie gelaufen, denn Stang rammte nach einem erneuten Eckball von Schnetzler das Leder per Kopf in die Maschen.

,,Ich fand es gut, dass sich die Mannschaft mit dieser Führung nicht zufrieden gegeben hat“, meinte Trainer Baumann (O-Ton), dessen Team auch im zweiten Durchgang zügig nach vorn spielte.

Bayern-Trainer Scholl lobt Rhythmus des VfL

 ,,Die Osnabrücker haben einen unglaublichen Rhythmus an den Tag gelegt. Dem hatten wir nichts entgegenzusetzen“, befand Bayern-Coach Scholl und hob damit nicht nur auf weitere gute Möglichkeiten von Barletta (47.), Lindemann (48.) und Kotuljac (63.) ab, sondern meinte auch den vierten Treffer. Den hatte sich der VfL förmlich erarbeitet, und diesmal klappte es auch mit der Verwertung des Elfmeters, den Schiedsrichter Seidel nach einem Handspiel von Stierle verhängte.

Alexander Krük ließ sich die Chance vom Punkt nicht nehmen, verwandelte sicher mit einem Flachschuss ins rechte Eck (65.). Baumann sprach von einem insgesamt ,,sehr guten Spiel meiner Mannschaft“, zollte dem zweifachen Torschützen Stang (hier im Interview mit Alexander Schnetzler) ein Sonderlob und merkte an: ,,Unsere Verfolger sollen ruhig registrieren, dass es schwer ist an uns vorbeizukommen.“ Am kommenden Samstag besteht in Aue im direkten Duell mit einem Aufstiegsrivalen eine weitere Chance auf Big Points.


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