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Glück scheint aufgebraucht – VfL nur 1:1
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Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung 27. Februar 2010 00:00 Uhr


Glück scheint aufgebraucht – VfL nur 1:1

Das Glück des VfL Osnabrück in Heimspielen scheint aufgebraucht zu sein. Eine Mannschaft mit zwei Gesichtern kam gegen Dynamo Dresden nur zu einem 1:1, verteidigte aber die Tabellenführung. Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit ließen die Lila-Weißen im zweiten Durchgang stark nach.

 
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Ratlose Gesichter: Tino Berbig und Jan Tauer nach dem 1:1-Ausgleich gegen Dresden. Foto: Hehmann

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'"'Wir waren nach der Pause zu passiv, die nötige Laufbereitschaft war nicht mehr vorhanden. Aber dennoch werden uns die Mitkonkurrenten um unsere Heimbilanz beneiden“, kommentierte Trainer Karsten Baumann die von 12100 Zuschauern verfolgte Partie.

Der VfL versäumte es vor dem Seitenwechsel, ein überlegen geführtes Spiel ergebnistechnisch deutlich zu gestalten. Es blieb bei der 1:0-Führung, die Dennis Schmidt in Torjägermanier in der 41. Minute erzielte, als er in eine Freistoßvorlage von Björn Lindemann preschte. Kurz zuvor hatte der blonde Stürmer eine Topchance ausgelassen. Beim Kopfball nach einer Flanke von Alexander Krük hatte er alle Zeit der Welt, sich eine Ecke auszusuchen, doch der Stoß war einfach zu unplatziert, so dass Dynamo-Keeper Keller parieren konnte.

Machtwechsel nach der Pause

In der Pause kreisten die Gespräche eigentlich nur um den Ausbau der Tabellenführung, da die Ergebnisse von den anderen Plätzen zuversichtlich stimmen mussten. Und auch die ersten zehn Minuten nach dem Wechsel gestaltete der VfL mit großem Elan und schien kurz vor dem zweiten Treffer. Doch plötzlich wendete sich das Blatt: Die Sachsen, die bis dahin zu keiner einzigen echten Torchance gekommen waren, diktierten die Partie im Stil einer Heimmannschaft.

'"'Um den Ausgleich gebettelt'"'

Der mächtige Distanzschüss von Müller, den VfL-Torwart Tino Berbig glänzend parierte, war gewissermaßen das Startsignal zum couragierten Angriffsspiel, dem der VfL kaum etwas entgegenzusetzen hatte. Druckvolles Spiel nach vorn fand nicht mehr statt, das Mittelfeld überließ man den Gästen nahezu kampflos. Daraus resultierten vier gute Möglichkeiten der Dresdener, zumeist vereitelte Berbig den Ausgleich. Der fiel dann aber doch, und ausgerechnet der bis dahin fehlerlose Berbig patzte bei einem Eckball, den der aufgerückte defensive Mittelfeldspieler Jungnickel per Kopf ins Tor bugsierte (82.).

,,Wir haben um diesen Ausgleich gebettelt“, befand Baumann, der zwar in der Folge ein wieder besser angreifendes VfL-Team mit einer guten Gelegenheit für Pinheiro (88., Keller hält super) sah, am Ende aber mit dem Remis zufrieden sein musste. Mehr wäre an diesem grauen Samstag auch nicht verdient gewesen.
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